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L pitl Dolomiten-Curs de Ladin

Wie spricht man die ladinischen Sätze im Sprachkurs von Rut Bernardi aus?

Nachstehend finden Sie die Links zu den Audiodateien für die einzelnen Lektionen.
Einfach draufklicken und anhören...

Pitl curs de ladin dla DOLOMITES - Kleiner „DOLOMITEN“ Ladinischkurs de Rut Bernardi - von Rut Bernardi

LEKTION 80

Leo Runggaldier da Furdenan ie nasciù tl 1888 a Urtijëi te Gherdëina.

Ai 25 de nuvëmber dl 1940 iel ntan la Segonda Gran Viera unì sarà via y te perjon iel nasciù la ciantia plu cunesciuda per gherdëina: “Gherdëina, Gherdëina” che ie ncuei deventeda l inn sucrët. Runggaldier scrij n con dla nasciuda dla ciantia chësta paroles:

Leo Runggaldier da Furdenan ist im Jahr 1888 in St.Ulrich in Gröden geboren.

Am 25. November 1940 wurde er im Zuge des 2. Weltkrieges verhaftet und in Gefangenschaft entstand das wohl bekannteste grödnerische Lied, das mittlerweile zur geheimen Hymmne Grödens geworden ist. Es ist das Lied: “Gherdëina, Gherdëina”.

Runggaldier beschreibt mit diesen Worten wie das Lied entstand:

“Gedicht und Melodie habe ich in einer schlimmen Zeit geschrieben. Ich bin angeklagt worden nicht optiert zu haben. Ich musste den Nazis stundenlang Rechenschaft ablegen. Man hat mich ausgefragt und mit Gefängnis und Gas gedroht. In dieser Zeit habe ich meine Gitarre zur Hand genommen und habe mit Tränen in den Augen, an zu Hause denkend, diese 3 Strophen geschrieben, fast um Aufwiedersehen zu sagen und nach Dachau gehen zu müssen.”

Gherdëina Gherdëina Gröden, Gröden

1940 von Leo Runggaldier

Gherdëina Gherdëina, ,
Gröden, Gröden

d’or stiza ti monc,
gloden glänzen deine Berge,

y luna y luna
und leuchten, und leuchten,

da un a l auter dalonc.
von einem zum anderen.

Ref.:

Saslonch y Pic y Cuca,
Langkofen und Pic und Cuca,

da Bula nfin Mastlé,
von Pufels bis zur Mastlé-Alm,

da Plan nfin a Pruca,
von Plan bis Waidbruck,

cialé se n pon assé.
kann man vieles sehen.

Gherdëina Gherdëina,
Gröden, Gröden,

dl’oma si rujené
die Sprache deiner Mutter,

rejona, rejona,
sollst du sprechen

y no t’ l desmincë.
und nicht vergessen.

Ref.

Gherdëina Gherdëina,
Gröden, Gröden,

gra de dut l bën,
dankbar für alles Gute,

ududa, uluda
von uns allen so gerne da nëus medrë nsci gën.
gesehen und gemocht.

Leo Runggaldier da Furdenen de Urtijëi ie mort tl ann 1961 a Dispruch.

Cun chësta ciantia stluji ju mi „Pitl DOLOMITEN-Curs de Ladin“. Mit diesem Lied schließe ich meinen „Kleinen DOLOMITEN-Kurs“.

Ulësse mo rengrazië de cuer duc canc che à abù nteres de mapré gherdëina y Hatto Schmidt dla zaita dal di Dolomiten.
Ich möchte noch allen Schülern des Grödnerischen für das Interesse ganz herzlich danken und ein großes Dankeschön geht auch an Hatto Schmidt der Tageszeitung Dolomiten.

I plu biei saluc y dut l bon da Rut Bernardi. von Rut Bernardi.
Die besten Grüße und alles Gute

LEKTION 79

Bona sëira.

Nsnuet sons nvieda a cëina te n restaurant, ulache n maia scialdi bon.
Heute Abend bin ich in einem Restaurant, wo man sehr gut isst, zum Abendessen eingeladen.

L restaurant à inuem „La fana“, die Pfanne.

Dala ot da sëira vën mi nevic a me tò a cësa.
Um acht Uhr Abends holt mich mein Freund zu Hause ab.

Die Chefin grüßt uns freundlich.
La partona nes saluda cun maniera.

L ie bele resservà na mëisa per nëus.
Für uns ist schon ein Tisch reserviert.

Der Kellner bringt uns die Speisekarte.
L ciulier nes porta la cherta dl menù.

Sën vala de crì ora:
Jetzt heißt es aussuchen:

Ntant se buons n aperitif.
Inzwischen trinken wir einen Aperitif.

I prim cëives ie chisc:
Die Vorspeisen sind folgende:

Jopes defrëntes:
Verschiedene Suppen:

Fleischsuppe - jopa da cërn
Nockensuppe - jopa da nioch
Suppe mit Teigklümpchen - jopa da papaciuei
Suppe mit geriebenem Brot und Ei - panada
Suppe mit Suppeneinlage - jopa da pastina
Suppe mit Engelshaar - jopa da fuiadines
Suppe mit viereckigen Teigblättchen - jopa cun menudli
In Milch gekochte Bandnudeln - pezi tl lat
Gemüsesuppe - jopa de verdura
Hühnerbrühe - jopa de gialuc

Nëus tulon na saurasupa.
Wir nehmen eine saure Suppe.

Leprò buons n bon vin blanch.
Dazu trinken wir einen guten Weißwein.

I segondi cëives ie chisc:
Die Hauptspeisen sind folgende:

Die Fleischspeisen: - La ciarnates:

geräuchertes Fleisch - cërn sfumieda
Kalbsbraten - prata de vadel
Kalbsleber - fuià de vadel
Schweinsschnitzel - snizel de purcel
Rindsbraten - prata d’armënt
Rindsfilet - filé d’armënt
Lamm - aniel
Kaninchen (Hase) - liever
Wildfleisch - cërn de salverjina
Backhendl - gialuc pratà
Würstel - lianies

Nëus tulon n pësc d’ega dëucia, na forela.
Wir nehmen einen Süßwasserfisch, eine Forelle.

Leprò maions patac cun craitla y runi.
Dazu essen wir Kartoffeln mit Petersilie und rote Bete.

Per stlù ju nosc menù tulons mo mpue de ciajuel: n bon zigher.
Um unser Menü abzuschließen nehmen wir noch ein wenig Käse: einen guten Ziegenkäse.

Und die Nachspeise: - Y l dessert:

versura - Obst
n dlacin da ampoms - ein Himbeereis
o na tëurta da cuces. - oder eine Nusstorte

Nëus damandon la conta y se buon mo n bon café fosch.
Wir bitten um die Rechnung und trinken noch einen guten schwarzen Kaffee.

Bon apetit! - Guten Appetit!

LEKTION 78

Iel pa na scola ladina?
Gibt es eine ladinische Schule?

La scola ti luesc ladins ie tl 1948, do truepa pustejedes, nasciuda coche scola paritetica, chël uel dì che l vën nsenià mez per tudësch y mez per talian.
Die Schule in den ladinischen Ortschaften ist seit 1948, nach vielen Streitigkeiten, als paritätische Schule hervorgegangen, d. h. dass zur Hälfte deutsch und italienisch unterrichtet wird.

Tla scola de ublianza à i sculeies doi ëura al’ena la materia ladin y tla scola auta mé una n’ëura de ladin.
In der Pflichtschule werden zwei Wochenstunden, und in der Oberschule nur eine Wochenstunde, das Fach Ladinisch unterrichtet.

De scoles autes ons te Gherdëina: l „Istitut Tecnich Cumerziel“ y la „Scola d’ert“ cun la sezion de „Grafica“.
In Gröden gibt es diese Oberschulen: die Handelsschule und die Kunstschule mit der Sektion Graphik.

De scoles d’ert n iel nce una te Fascia y una a Cortina d’Ampëz.
Es gibt auch eine Kunstschule im Fassatal und eine in Cortina d’Ampezzo.

A Urtijëi iel mo na scola prufesciunela.
In St. Ulrich gibt es noch eine Berufsschule.

Ti ani danter l 1985 y l 1991 ie passei al ejam de bilinguism: 47% di partezipanc tudësch, 30% di partezipanc taliani y 60% di partezipanc ladins.
In den Jahren von 1985 bis 1991 bestanden die Zweisprachigkeitsprüfung: 47% der deutschen, 30% der italienischen und 60% der ladinischen Teilnehmer.

I ladins à mo da fé sëuraprò l ejam de rujeneda ladina!
Die Ladiner müssen zusätzlich noch die ladinische Sprachprüfung ablegen!

Te duta la valedes iel nce scoles de mujiga.
In allen Tälern gibt es auch Musikschulen.

Ti tëmps da zacan univa la cianties purtedes da luech a luech dai ciantastories.
Früher wurden die Lieder von Bänkelsängern von Dorf zu Dorf getragen.

Chësta vedla tradizion ie jita perduda y al didancuei à la scoles de mujiga sëurantëut l nseniamënt de mujiga.
Diese alte Tradition ist verloren gegangen und heutzutage haben die Musikschulen den Musikunterricht übernommen.

Tla università liedia de Persenon, tla sezion de furmazion, possa la maestres dla scolines y dla scoles elementeres per l prim iede stlù ju n stude universiter per ladin.
An der Freien Universität Brixen können Kindergarten- und Volksschullehrerinnen zum ersten Mal ein Universitätsstudium auf Ladinisch abschließen.

La maestres de ladin dla scoles autes à na furmazion de romanistica de d’autra universiteies o scenó vëniel tëut suplëntes.
Die Ladinischlehrerinnen der Hochschulen haben entweder eine Romanistikausbildung einer anderen Universität, oder es werden Aushilfskräfte genommen.

A nes audì tosc inò.
Auf ein baldiges Wiederhören.

LEKTION 77

Bon di.

Ncuei mparons a cumandé zeche
Heute lernen wir etwas zu befehlen:

l mperatif – la forma de cumando.
Den Imperativ – die Befehlsform.

L mperatif vën adurvà per cumandé zeche a zachei o per dé n bon cunsëi.
Der Imperativ wird verwendet, um jemandem etwas zu befehlen oder aufzufordern.

Pra i verbs reguleres vëniel tëut la terza persona dl singuler, zënza la mudé, o la segonda persona dl plurel, che vën mudeda n sich.
Bei den regelmäßigen Verben wird entweder unverändert die Form der dritten Person im Singular oder leicht verändert die Form der zweiten Person im Plural verwendet.

Cumando o cunsëi a una na persona sëula che n ti dà dl tu:
Befehl an eine einzelne Person, die man mit “du” anspricht:

mët, cianta, pënsa, zipla, aud, servësc, tën, va, scota!
leg(e)/stell(e), sing(e), denk(e), schnitz(e), hör(e), bedien(e), halt(e), geh(e), schweig(e)!

Mët (a) verda! - Pass auf!
Scota sën! - Schweig jetzt!

Verbs ireguleres
Unregelmäßige Verben:

Avëi: Ebes pazienza!
Haben: Hab Geduld!

unì: Vie ca tlo!
kommen: Komm hier her!

vester: Sibes bel valënt!
sein: Sei schön brav!

savëi: Che te l sebes!
wissen: Damit Du Bescheid weißt!

dì: Dì tosc coche la ie stata!
sagen: Sag bald wie es gewesen ist!

ulëi: Che Te l uebes o no!
wollen: Ob Du es willst oder nicht!

fé: Fé debota!
machen: Mach schnell!

stlù: Stlù l usc!
schließen: Schließe die Türe!

rì: Rì achiet!
lachen: Lach leise!

tò: Tuë me pea!
nehmen: Nimm mich mit!

scrì: Scrì ju duta la plata!
schreiben: Schreib die ganze Seite ab!

Cumando o cunsëi a de plu persones o a na persona plu de tëmp che n ti dà dl Vo - forma de crianza:
Befehl oder Aufforderung an mehrere Personen oder an eine ältere Person, die man mit „Sie“ anspricht - Höflichkeitsform:

Verbs dla 1., 2. y 3. coniugazion à l mperatif cun -ëde:
Verben der 1., 2. und 3. Konjugation bilden den Imperativ auf -ëde:

metëde, ciantëde, pensëde, ziplëde, dijëde, scutëde !
stellt/legt, singt, denkt, schnitzt, sagt, schweigt!

Ciantëde plu adaut! - Singt lauter!

Verbs dla 4. coniugazion à l mperatif Verben der 4. Konjugation bilden

cun -ide: den Imperativ auf -ide:

audide, servide, tenide, jide !
hört, bedient, haltet, geht!

Tenide la musa!
Haltet den Mund!

La forma negativa dl mperatif - pruibì velch:
Die Negationsform des Imperativs - etwas verbieten:

No rujené!
Nicht sprechen!

Ne rujené pa!
Sprech(e) ja nicht!

Ne sté pa a rujené!
Untersteh(e) dich zu sprechen!

Mo n’autra forma de cumando ie cun “avëi + da + infinitif”:
Eine weitere Befehlsform bildet man mit “haben + da + Infinitiv”:

Ël à da vester a cësa dala nuef.
Er hat um neun Uhr zu Hause zu sein. (Er muss um neun Uhr zu Hause sein.)

Ëis’a ntendù?
Haben Sie verstanden?

Scialdi bën!
Sehr gut!

LEKTION 76

Bënunii.

Can pa? Ulà pa? Ciuldì pa?
Wann? Wo? Warum?

Respundëde da sëui y cialëde permò daldò sce ëis fat drët.
Antworten Sie allein und schauen Sie erst hinterher nach, ob sie es richtig gemacht haben.

1. Ich nehme den Schirm, weil ........................................... wenn .........................................
Ie tole l’ombrela, ajache ............................................. canche .............................................

2. Ich gehe schlafen, weil ........................................... wenn .........................................
Ie vede a durmì, ajache ............................................ canche .............................................

3. Ich stelle das Auto ab, wo ...........................................
Ie mëte l auto, ulache .............................................

4. Ich gehe Schi fahren, weil ........................................... wenn ......................................... wo .............................................
Ie vede cun i schi, ajache ............................................. canche ............................................. ulache .............................................

5. Ich habe eine schlechte Laune, wenn .........................................
Ie é la luna, canche .............................................

6. Ich gehe spazieren, wo ............................................. weil ........................................... wenn .........................................
Ie vede a spaz, ulache ............................................. ajache ............................................. canche .............................................

6. Am Morgen stehe ich auf, wenn .........................................
Daduman levi, canche .............................................

7. Im Wald gehe ich, wo .............................................
Tl bosch vedi, ulache .............................................

8. Heute bleibe ich im Bett, weil ...........................................
Ncuei stei tl liet, ajache .............................................

Lösungen

Ie tole l’ombrela, ajache l pluev o nëiv.
...... weil es regnet oder schneit.

Ie tole l’ombrela, canche l ie bur tëmp.
...... wenn schlechtes Wetter ist.

Ie vede a durmì, ajache son stufa.
...... weil ich müde bin.

Ie vede a durmì, canche l ie mesanuet.
...... wenn es Mitternacht ist.

Ie mëte l auto, ulache l ie na lerch.
...... wo ein Platz frei ist.

Ie vede cun i schi, ajache son jëuna.
...... weil ich jung bin.

Ie vede cun i schi, canche l ie bel tëmp.
...... wenn schönes Wetter ist.

Ie vede cun i schi, ulache l ie assé nëif.
...... wo genug Schnee ist.

Ie é la luna, canche muesse lauré de massa.
...... wenn ich zu viel arbeiten muss.

Ie vede a spaz, ulache l troi ne ie nia massa ërt
....... wo der Weg nicht zu steil ist.

Ie vede a spaz, ajache muesse me muever.
...... weil ich mich bewegen muss.

Ie vede a spaz, canche é dl’aurela.
...... wenn ich Zeit habe.

Daduman levi, canche l sona l becher.
...... wenn der Wecker läutet.

Tl bosch vedi, ulache l ie da udëi truep tieres.
...... wo viele Tiere zu sehen sind.

Ncuei stei tl liet, ajache son amaleda.
...... weil ich krank bin.

Oramai savëis bele da dì belau dut per gherdëina, no pa? Nun können Sie bereits fast alles auf Grödnerisch sagen, nicht wahr?

Cumplimënc!
Gratuliere!

LEKTION 75

Die richtigen Konjunktionen der Lektion 74 waren diese:
La drëta congiunzions dla lezion 74 fova chëstes:

y – mpede – perchël – ma nce – ntan – ajache – al cuntrer – o – ntan, o – pona – almanco – ma monce – per dì – no, y no – sci – y no mé.

Heute wollen wir das Spiel „Berufe raten“ spielen.
Ncuei ulons fé al juech „ndeviné mestieres“.

Dala Usc di Ladins: - Aus der Usc di Ladins:

Ciun mestier ie pa chësc?
Welcher Beruf ist das?

Che l sibe ciaut, bon y nce assé, muessela cialé, per duc cuntenté.
Dass es warm, gut und auch genug ist, muss sie schauen, um alle zufrieden zu stellen.

Ëures ala longia stlufé, taië y mescedé su, y te n santiam l à i autri bele dlutì ju.
Stundenlang schälen, schneiden und umrühren, und in einem Augenblick haben es die anderen schon hinunter geschluckt.

Guant, ciavëi y dut che tofa dassënn, nsci uni sëira muessela se lavé ju drët bën.
Gewand, Haare und alles riecht stark, weshalb sie sich jeden Abend ordentlich waschen muss.

Ciun mestier ie pa chësc?
Welcher Beruf ist das?

De bon uedli y na bona man muessen avëi, y sambën la drëta pruporzion ënghe savëi.
Gutes Augenmaß und eine sichere Hand muss man haben, und natürlich auch die richtigen Abstände erfassen.

N possa fé zeche de pitl o de grant, ma segur de no zeche debant.
Man kann etwas Kleines oder Großes machen, aber sicherlich nicht etwas umsonst.

N bon lëur fovel ntlëuta assé, nsci chësc mestier trueps ova ulù mapré.
Früher war es wirklich eine gute Arbeit,weshalb viele diesen Beruf erlernen wollten.

Haben sie die Berufe erraten?
Ëis’a nduvinà i mestieres?

La prima lëura te cësadafuech danter la fanes ite y l segondo te berstot, danter i tlapons ite.
Die Erste arbeitet in der Küche, zwischen den Kochtöpfen und der Zweite in der Werkstatt, zwischen den Holzklötzen.

Sën iel saurì, no pa?
Jetzt ist es einfach, nicht wahr?

A nes audì.
Auf Wiederhören.

Lektion 74

Haben sie fleißig gelernt? - Ëis’a mparà dassënn?

Heute habe ich für Sie viele Beispiele vorbereitet. Setzen Sie eine passende Konjunktion ein.
Ncuei ei njinià ca per Vo n grum de ejëmpli. Sentëde ite na congiunzion che passenea.

Pere ....... oma ie for stac valënc cun mé.
Vater ....... Mutter waren immer gut zu mir.

Ël cëla plu gën ala televijion ....... mparé.
Er schaut lieber fern ............... zu lernen.

Mi berba à studià filologia greca, .................... val tan suënz tla Turchia.
Mein Onkel hat griechische Philologie studiert, ............ fährt er so oft in die Türkei.

Per n mierculdi che vën ne ons nia mé da scrì ........ ............ da liejer.
Für nächsten Mittwoch haben wir nicht nur zu schreiben .......... ........... zu lesen.

Mi jurman liej suënz n liber ............ che si fëna cujina.
Mein Cousin liest oft ein Buch, ................. seine Frau kocht.

Ne on deguna pesc sun chësc mond, ............... i granc uel for fé viera.
Wir haben keinen Frieden auf dieser Welt,.......... die Großen immer Krieg führen wollen.

Da Nadel ne iel nia coche d’instà, ............................, iló ons datrai de bela nëif.
Zu Weihnachten ist es nicht wie im Sommer, ........................, da haben wir manchmal einen schönen Schnee.

Tol mé un ...... l auter. I ie pu mpo medemi.
Nimm eines ........... das andere. Sie sind ja doch gleich.

. ............... che n dorm semieien truepa de bela ........... de burta cosses.
...................... man schläft, träumt man viele schöne .............. hässliche Dinge.

Sauta mé tu dant ................. sauti ie.
Spring nur du zuerst, .............. springe ich.

Lascia vester de te lamanté tan, ......................... per ncuei.
Hör mit dem Gejammer auf, ......................für heute.

No mé mi fra .......... ............. mi sor ie jita tla feries.
Nicht nur mein Bruder, ............. ................ meine Schwester ist auf Urlaub gefahren.

Te ti majon ie dut tan bel, .................... tan bel sotsëura.
In deinem Schlafzimmer ist alles so schön,................... so schön drunter und drüber.

Ëila ie tan amaleda che la ne à ..... fam ....... ......... sëit.
Sie ist so krank, dass sie ............. Hunger.................. Durst hat.

Mi ava ie unida unereda cun n pest, ..........., propi mi ava.
Meine Großmutter ist mit einem Preis ausgezeichnet worden, ............, wirklich meine Großmutter.

Ie vede nce gën a letures de scritëures, ....... ........ ......... al chino.
Ich gehe auch gern zu Dichterlesungen,........... ............ .......... ins Kino.

Die Lösungen finden Sie in der nächsten Lektion.
La soluzions giaterëis tla lezion che vën.

LEKTION 73

Ve salude! - Ich grüße Sie!

Ncuei mparons la congiunzions. La congiunzion adroven per lië adum doi o plu pertes de n pensier, doi o plu paroles o grupes de paroles.
Heute lernen wir die Konjunktionen. Die Konjunktion braucht man um zwei oder mehr Teile eines Satzes, zwei oder mehr Wörter, oder Gruppen von Wörtern, zu verbinden.

Ëila y ël va a Unieja. - Sie und er fahren nach Venedig.

L giat ma no l cian ie blòt. - Die Katze, aber nicht der Hund ist nett.

Sel o purveda ues. - Salz oder Pfeffer willst du.

La gialina ne ie no blancia no ghiela. - Die Henne ist weder weiß noch gelb.

Maia mpede durmì. - Iss anstatt zu schlafen.

L dajova surëdl, nsci/nscila sons jic a spaz. - Es schien die Sonne, so(mit) sind wir spazieren gegangen.

Ëila lëura bën, ël al incontra no. - Sie arbeitet gut, er jedoch nicht.

L tëmp ie bel, perchël stajons a cësa. - Das Wetter ist schön, deshalb bleiben wir zu Hause.

Ne posse nia unì, ajache ël ie amalà. - Ich kann nicht kommen, weil er krank ist.

Ie lieje n liber, ntant finel de rumé su. - Ich lese ein Buch, unterdessen ist er mit dem Aufräumen fertig.

Dant va ëila, pona ël. - Zuerst geht sie, dann er.

Sa mont iel bel, per dì, bel revinà. Auf der Alm ist es schön, das heißt, schön zerstört.

Chël al dit a nëus, sci, propi a nëus. - Das hat er uns gesagt, ja, wirklich zu uns.

Fina cun ti lëur, almanco per ncuei. - Beende deine Arbeit, wenigstens für heute.

L ie bur tëmp, davia de chël sons tlo. - Das Wetter ist schlecht, darum sind wir hier.

Te Sëlva iel ënghe bel, no mé a Urtijëi. - In Wolkenstein ist es auch schön, nicht nur in St.Ulrich.

Jan Piere ne n’ie nia coche Marghëta, al cuntrer, ël ie nchinamei unit a me crì.
Jan Piere ist nicht wie Marghëta, im Gegenteil, er hat mich sogar besucht.

Mët averda: - Pass auf:

ënghe - ti dà pëis a na parola che va danora.
ënghe - gibt einem vorangehendem Wort Gewicht.

La maestra à ënghe dat su da scrì (y no mé l maester).
Die Lehrerin hat uns auch Schreibaufgaben gegeben (und nicht nur der Lehrer).

nce - ti dà pëis a na parola che vën do.
nce - gibt einem nachfolgendem Wort Gewicht.

La maestra à nce dat su da scrì (y no mé da liejer).
Die Lehrerin hat uns auch Schreibaufgaben gegeben (und nicht nur Leseaufgaben).

In der nächsten Lektion gibt es ein paar Übungen mit den Konjunktionen.
Tla lezion che vën Ve purterei n valgun eserzizies cun la congiunzions.

Lernen sie fleißig! - Mparëde bel da lezitënc!

LEKTION 72

Na noza ladina. Eine ladinische Hochzeit.

Co fovela pa zacan canche doi se Wie war es dazumal, wenn zwei heirateten? maridova? <ü> N di ntan l’ena jivi do mëssa te calonia.L’oma dla nevicia fajova fanedes che univa purtedes ala ujina.
An einem Wochentag gingen sie nach der Messe ins Pfarrhaus. Die Mutter der Braut machte Strauben, die sie der Nachbarin brachte.

Trëi dumënies dan la noza univel do la perdica cunedì che i doi jëuni se maridova. La prima dumënia fova i nevices muciadives (i ne fova nia da spië). La segonda dumënia jiva la nevicia cun la cazina y l gurmel fosch de sëida y n chëla ena univel jit a prië noza dai nonesc y dai parënc.
Drei Sonntage vor der Hochzeit wurden nach der Predigt die Namen der Brautleute verkündigt. Am ersten Sonntag durfte das Paar nicht sehen lassen. Am zweiten Sonntag trug die Braut die Wollhaube und den schwarzen Seidenschurz. In dieser Woche besuchten die Brautleute die Paten und Verwandten und luden sie zur Hochzeit ein.

Am Hochzeitstag weckten die Freunde des Bräutigams musizierend die Braut. Sie bekamen ein gutes Frühstück.
L di dla noza jiva i cumpanies dl nevic ala descedé sunan dan si cësa. Ëi giapova n bon gusté.

Bele canche la truga dla dota dla nevicia univa meneda tla cësa nueva univel fat la sief. Ncuei vëniela fata do mëssa sun plaza. L vën purtà dant n pitl teater da rì y mpue picënt cun ntraunides ora dem dla vita di nevices.
Schon beim Überführen der Truhe mit der Ausstattung der Braut ins neue Heim wurde ein Zaun gemacht. Heute wird der Zaun nach der Messe auf dem Platz gemacht. Es wird ein humorvolles Theaterstück mit Szenen aus Leben der Brautleute gespielt.

Beim Hochzeitsmahl fehlte nie Schweinefleisch mir Kraut, so musste die Braut mit allen Geladenen den Krauttanz tanzen.
Pra marënda da noza ne manciovel mei cërn de purcel sfumieda y craut. Perchël messova la nevicia balé cun duc i nviei l bal dal craut.

Do marënda univa y vën mo ncuei i cumpanies cun la cëura mula. I fredesc y la surans plu vedles da maridé di nevices muessa ti la cumpré ju.
Nach dem Mittagessen kamen und kommen noch heute die Freunde mit einer ungehörntenZiege. Sie wird an den älteren ledigen Geschwistern der Brautleute ersteigert.

Ncuei vëniel domesdi nce rubà la nevicia. Do cëina sunova la mujiga ora la nevicia y i nevices messova se n jì. Sun chëla scumenciova l gratuné.
Heute wird am Nachmittag auch die Braut entführt. Nach dem Abendessen wurde die Braut hinausgespielt, worauf die Brautleute gehen mussten. Nun begann die Nachfeier.

Alles Gute den Brautleuten! - Dut l bon ai nevices!

LEKTION 71

Oila a duc. Hallo an alle.

Pona? Ëis’a scrit ite drët la paroles per Ladin dolomitan?
Und? Haben Sie die Wörter auf Ladin dolomitan richtig eingetragen?

forfesc, blanch, jené, nuet, ???.
Welches Wort für Danke nehmen wir? Das muss jede und jeder selbst entscheiden?

Zum Vergleich dasselbe Gedicht auf:

Gherdëina: - Ladin dolomitan:

mantenì - mantegnì - erhalten

mantenì - mantegnì - erhalten < br> per chi - per chi - für wen

mantenì - mantegnì - erhalten
per pona se n jì - per dapò se n jì - um dann zu gehen

mantenì - mantegnì - erhalten
de forza - de forza - mit Zwang
sce on bele perdù - sce on bele perdù - wenn wir schon
la scorza - la scorza - ohne Schale so lang

mantenì - mantegnì - erhalten
n ne dë nia dì - an ne dess nia dì - kaum zu glauben
trueps rata - trueps rata - viele denken
de nia messëi se n jì - de nia messei se n jì - nie fort zu müssen von diesem Ort

(rut bernardi)

Zeche d’auter mo: - Noch etwas anderes:

Ëis’a bele palà la nëif? - Haben sie schon Schnee geschaufelt?
Chëst ann al nevët abenëura. Heuer hat es früh geschneit.

Wie waren die Schneeverhältnisse?
Co fova pa la cundizions dla nëif?

die Schneeflocken - i floc de nëif
der Neuschnee - la nëif frëscia
der Tiefschnee - la nëif ntiera
der Pulverschnee - la nëif farinënta
der Firnschnee - la nëif a tola
tauender Schnee / Matsch - nëif mola
nasser, schwerer Schnee - nëif plomia
harter Schnee - nëif dura
eisiger Schnee - nëif dlaceda
ein Schneebrett - n banch de nëif
eine Schneebrücke - n puent de nëif
die Schneedecke - la chëutra de nëif
ein Schneehaufen - n mudl de nëif o n gonf de nëif
eine (große) Schneemasse - n cul de nëif o n levà de nëif
im Schnee einsinken - sfundré tla nëif o crepé ite tla nëif
der Schneesturm - la buieda (de nëif)

der Naturschnee - la nëif naturela
der Kunstschnee - la nëif artifiziela o nëif fata
die Schneeanlage - l mplant da fé nëif
die Schneekanone - l canon dala nëif
die Schneekatze - l giat dala nëif
der Schneepflug - la cudria (dala nëif)

der Schneemann - l mandl de nëif
einen Schneeball werfen - tré na bala de nëif
sich im Schnee wälzen - se burdlé tla nëif

Alles ist weiß wie Schnee, Dut ie blanch sciche la nëif,
doch der Schnee schmilzt bald. ma la nëif dlëiga tosc.

A prësc. Bis gleich.

LEKTION 70

Bënunii. Willkommen.

Ëis’a mplenì ora drët la frases cun l mperfet tla lezion 69?
Haben sie die Sätze in der Lektion 69 mit dem richtigen Imperfekt ausgefüllt?

fova, vivova, ova, fovel, ulova, ova, messova, dijova, mbinciova, giauriva, univa, jivela, cunediva, ova

Ncuei ulëssi ve splighé cie che ie l ladin scrit unificà dal inuem Ladin dolomitan.
Heute möchte ich Ihnen erklären, was die ladinische Einheitsschriftsprache Ladin dolomitan ist.

L prufessëur Heinrich Schmid de Turic à dan n 20 ani laurà ora linges linguistiches de urientamënt per na scritura ladina standardiseda.
Professor Heinrich Schmid aus Zürich hat vor 20 Jahren sprachwissenschaftliche Richtlinien ausgearbeitet für eine standardisierte ladinische Einheitsschriftsprache.

I prinzips prinzipei ie: - Die Hautkriterien sind:

la maiuranza (prinzip democratich) - die Mehrheit (demokratisches Prinzip)
la regularità (funzionalità) - die Regelmäßigkeit (Funktionalität)
l ntënder (formes plëines) - das Verständnis (volle Formen)
la uriginalità (formes tipiches ladines) - die Originalität (typisch ladinische Formen)
l’azetanza (de chëi che les adrova) - die Akzeptanz (der Anwender)

(...)

L LD ie: - Das LD ist:

na piteda per duc i ladins - ein Angebot an alle Ladiner

n lingaz scrit y NIA rujenà - eine Sprache zum Schreiben, nicht zum Reden

n lingaz che ti dà plu forza ai idioms - eine Sprache, die die Idiome stärkt

n lingaz che fej i idioms plu rics - eine Sprache, die die Idiome anreichert

n lingaz che avanea l prestige dl ladin Ladinischen
eine Sprache, die das Prestige des hebt.

LD = SCRÌ ALA MEDEMA MANIERA - LIEJER ALDÒ DL IDIOM DE VALEDA

LEKTION 69

Bon domesdi. - Guten Nachmittag.

Ncuei mparons inò velch ora dla gramatica ladina: l mperfet.
Heute lernen wir wieder etwas aus der ladinischen Grammatik: das Imperfekt.

Ala ravisa di verbs - An die Wurzel der Verben auf –é, -ë, -ëi und –er:

sun –é: ziplé, balé - schnitzen, tanzen
sun –ë: semië, ciaunië - träumen, kauen
sun –ëi: (se) temëi, plajëi - (sich) fürchten, gefallen
sun –er: mëter, bater - tun/setzen/stellen, schlagen

tachen pro: p. ej. Cianté - fügt man hinzu: z. b. singen
ie ciantove - ich sang
tu ciantoves - ....................
ëila, ël ciantova - ....................
nëus ciantan - ....................
vo ciantais - ....................
ëiles, ëi ciantova - ....................

Ala ravisa di verbs - An die Wurzel der Verben auf –ì:
sun –ì: tenì, spartì, audì halten, teilen, hören

tachen pro: p. ej. Sentì - fügt man hinzu: z. B. spüren
ie sentive - ich spürte
tu sentives - ....................
ëila, ël sentiva - ....................
nëus sentian - ....................
vo sentiais - ....................
ëiles, ëi sentiva - ....................

Ezezions: - Ausnahmen:
dì (sagen): ie dijove - ich sagte
rì (lachen): ie rijove - ich lachte
scrì (schreiben): ie scrijove - ich schrieb

Ma: - Aber:
IE JIVE ju per plaza! Ich ging den Platz hinab.
IE CAPIVE dut. Ich verstand alles.

Frases tl mperfet:

Ëila balova dut l di. - Sie tanzte den ganzen Tag.
Ie batove for ora la chëutres. - Ich klopfte immer die Decken aus.
Nëus audian na drëta fuera. - Wir hörten einen großen Lärm.

Cun la nverscion:
Inier balovela dut l di. - Gestern tanzte sie den ganzen Tag.
For batovi ora la chëutres. - Immer klopfte ich die Decken aus.
Si fuera ne audians nia. - Seinen Lärm hörten wir nicht.

Mët chësta frases tl mperfet:

La prinzëssa dla rojules - Dornröschen

1. L fova (vester) n iede n bel ciastel.
2. Te chësc ciastel ............................ (viver) na regina y n rë.
3. Ëi ne .................. (avëi) degun mutons.
4. Ma do nuef mënsc ti ................. (vester - l) nasciù na blòta popa.
5. L rë ........................ (ulëi) nvië ite duta la trëdesc ëiles saves de si rëni.
6. Ma l rë ............... (avëi) mé dodesc taieresc d’or y una ....................... (messëi) sté dedora.
7. Ntan la festa ......................... (dì) uni fata n bel dejider per la prinzëssa.
8. Una ti .............................. (mbincë) sanità per duta la vita.
9. Ntant se ....................... (giaurì) bel plan la porta y la fata stluta ora ................... (unì) ite.
10. Bel plan ti .......................... (jì - ëila) permez ala cuna y .................... (cunedì) bel achiet:
“L di de ti cumplì di chindesc ani te ficeres cun n’odla tl dëit y murires.” 11. Ma per fertuna .......................... (avëi) una dla fates mo da dì su si dejider.

LEKTION 68

Bon di.
Daduman abenëura vedi a lauré te ufize.
Früh am Morgen gehe ich ins Büro arbeiten.

L ufize ie te zità. - Das Büro ist in der Stadt.
Ie vede cun la ferata y cun la curiera. - Ich fahre mit dem Zug und dem Bus.
L ufize gëura dala ot daduman. - Das Büro öffnet um acht Uhr früh.

Ncueicundì ons de bujën de truep ufizies, ajache n adrova per dut vel’ sort de papieresc.
Heutzutage brauchen wir viele Büros,denn man braucht für alles irgend welche Papiere.

Te ufize iel: - Im Büro ist:

der Chef oder die Chefin - l scef o la scefin o l capoufize
die Angestellten - i dependënc y la mpieghedes
die Schriftführerin - la scrivana
der Sekretär - l secreter
die Kunden - i tlienc

Per lauré adrovi: Zum Arbeiten brauche ich:

das Papier - l papier
der Block - l ploch
die Blätter - la zedules
der Brief - la lëtra
der Briefumschlag - la cuverta o la busta
die Dokumente - i documënc
die Mappe - la mapa
der Aktenkoffer - l portadocumënc
der Karteikasten - l schedar
der Computer - l computer
der Drucker - la stampanta
die Diskette - la dischëta
die Kopiermaschine - la mascin da fé fotocopies
das Telefon - l telefonn
das Telefonbuch - l liber dal telefonn
der Bücherschrank - la curona dai libri
der Tresor - l tresor
der Papierkorb - l cëst dal papier
die Schreibfeder - la pëna da scrì
der Bleistift - l rispl
der Papierlocher - la mascin da fé buj es
die Rechenmaschine - la mascin da fé conc
die Klammermaschine - la mascin dala cramples
die Heftklammer - la tlupa dal papier
die Schere - la forfesc
der Terminkalender - l’ ajënda o l calënder dai apuntamënc
die Wanduhr - l’ ëura da parëi
und natürlich die Schreibtische und - y sambën la mëises da scrì y i stuei
die Stühle

Y ntëur la diesc daduman vën l postin cun la posta.
Und gegen zehn Uhr Vormittags kommt der Briefträger mit der Post.

Bon lëur nce a Vo y a prësc, śën che nes audion minechie.
Gute Arbeit auch Ihnen und bis gleich,jetzt da wir uns ziemlich oft hören.

LEKTION 67

Bona sëira. - Guten Abend.

Do i lëns messons mo mparé i ciofs.
Nach den Bäumen müssen wir noch die Blumen lernen.

Almblumen: - Ciofs da mont:

der Enzian - l stlupët
der Edelweiß - la stëila da mont
die Feuerlilien - i prevesc
die Alpenrosen - i tëunesc
die Dotterblume - l ciof di aghei
die Soldanelle – l brunsin
die Arnika - l’ arnica
die Distel - l giardon o spinac
die Pelzanemone - la snofia da pëil
die Brunelle - l sangon
der Klee - l trafuei

Waldblumen: - Ciofs de bosch:
die Glockenblume - la ciampanela
der Frauenschuh - l ciauzel dl cuch
das Maiglöckchen - la cunfolia
die Brunnenkresse -. l cherscion
der Huflattich - l lavac

Wiesenblumen: - Ciofs de pra:
der Krokus - l mauch
die Margerite - la margherita o l ciof da n bel y n burt
der Löwenzahn - la pulëntes
die Herbstzeitlose - l ciof dala ronia
die Schafgarbe - l ciarinac
der Kümmel - l ciaruel
die Gräser - la vintlanes

Ce culëur à pa: Welche Farbe hat:

la stëila da mont? - ................ (blanch)
la pulëntes? - ................ (ghiel)
l sangon? - ................ (fuml o cueciun scur)
l stlupët? - ................ (brum)
i prevesc? - ................ (oranc)
l mauch? - ................ (violet o blanch)
i tëunesc? - ................ (cueciun)
la vintlanes? - ................ (vërt)
l giardon? - ................ (grisc)

Ciun ciof porta pa fertuna? - ................. (l trafuei cun cater trafueies)
Ciun ciof ti ie pa al mel de vënter? - ................. (l ciarinac)
Ciun ciof nes conta pa velch dl amor? - ................. (l ciof da n bel y n burt)
Ciun ciof tolen pa a cujiné? - ................. (l ciaruel)
Ciun ciof ti porta pa l jëunn ala jëuna? - ................. (la stëila da mont)
Ciun ciofs ti sà pa tan biei ala prinzëssa dla luna? - ................. (i tëunesc)
Ciun ciof ti ie pa al mel al jenodl? - ................. (l’ arnica)
Ciun ciof ficia pa? - ................. (l giardon)
Ciun ciof maien pa tla salata? - ................. (l cherscion)

LEKTION 66

Ve salude.
Ncuei jons inò a spaz ciantan: Heute gehen wir wieder singend spazieren:

Nëus jon pa bel plan, - Wir gehen schön langsam,
se dajon pa la man, - reichen uns die Hände,
plu plan che nëus jon - desto langsamer wir gehen
y plu bon che s’ulon, - desto lieber haben wir uns,
plu plan che nëus jon - desto langsamer wir gehen
y plu bon che s’ulon. - desto lieber haben wir uns.

Wir gehen in den Wald und sehen Nëus jon tl bosch y nes cunscidron ju i lëns uns die Bäume näher an. plu ala menuda.

Die Nadelbäume: - I lëns da odla:
l zirm cun l brol - die Zirbelkiefer mit dem Zapfen
l pëc cun la puta - die Fichte mit dem Tannenzapfen
l pinch - die Föhre
l leresc - die Lärche
l lën da vëta - die Tanne
l barantl - die Latsche
l jenever - der Wacholder

Die Laubbäume: - I lëns da fueia:
l bedoi - die Birke
l aier - der Ahorn
l albric - die Pappel
l fagher - die Buche
l rëur - die Eiche
l lën da beca - die Esche
l lën da d’ega o aunic - die Erle
l lën da pontes - die Trauerweide
la linda - die Linde
l menester - der Vogelbeerbaum
l salesc o la torta - die Weide

La pertes dl lën da japé nchin suinsom: - Die Teile des Baumes von unten bis oben:

die Wurzel - la ravisa
der Baumstrunk - l ciuch
die Jahresringe - la vëtes
das Mark - l miol
der Baumstamm - la pura
die Rinde - la scorza
das Splintholz - l ciantlin
die Äste - la rames
die Zweige - la froscia
die Rute - la rueta
die Triebe - i caidli
das Pech - la reja
das Harz - l largià
die Baumspitze - la piza dl lën

das Nutzholz (Bauholz) - l leniam (da frabiché)
das Brennholz - la lënia (da tizé)

Y cun chësc ferdon dedora, messons jì a sfënder lënia.
Und mit dieser Hundekälte draußen, müssen wir Holz hacken gehen.

Bon lëur! – Gute Arbeit !

LEKTION 65

Bon di, bon ann - Guten Tag, gutes Jahr
di liegher y sann – heiter und gesund
cun grazia y fertuna – voller Gnade und Glück
dl tëmp y dl ann. – für das Wetter und das Jahr.
Ve mbince n bon ann – Ich wünsche Euch ein gutes Jahr
cun grazia y sanità – voller Gnade und Gesundheit
y cun mancul picià – und mit weniger Sünde
y la bonaman a mi. – und eine Gabe für mich.

Am Vorabend des neuen Jahres gehen die Kinder von Haus zu Haus „Guten Tag, gutes Jahr“ singen.
N ueia dl Ann Nuef va i mutons da cësa a cësa a cianté „Bon di, bon ann“.

Sie bekommen Nüsse, Bonbons oder Geld.
I giata cuces, biguli o scioldi.

Ai nevices univel zacan mbincià l ann dal stlef.
Den Brautleuten wünschte man dazumal das Jahr, in welchem Hochzeit gefeiert wird.

Mo n valgun dic y manieres de dì:
Noch einige ladinische Redewendungen (mit notdürftiger Übersetzung):

Chi che desbuta, compra.
(Wer etwas herabsetzt, fällt oft selbst hinein.)

Dì a Piere acioche Paul ntënde.
(Dem Peter etwas erzählen, damit Paul es versteht/erfährt.)

Lat y vin, tuesse fin.
(Milch und Wein, feines Gift.)

Vin y lat, tuesse fat.
(Wein und Milch, gemachtes Gift.)

N lëur mez fat, lascen udëi a n mez mat.
(Eine halbfertige Arbeit, zeigt man nur einem Halbverrückten/zeigt man nicht.)

Ulache n nasc, la ierba pasc.
(Wo man auf die Welt kommt, sättigt das Gras.)

Fé farina cun zachei.
(Mit jemandem Mehl machen/ihm schmeicheln.)

Fé la rocia cuecena.
(Den roten Rock machen/kündigen/abhauen.)

Fé piesc a mosces.
(Den Fliegen Beine machen/sich langweilen.)

Jì a tré l’uscea.
(Die Schleuse schließen/austreten.)

Ruvé al fum di cëiresc.
(Beim Rauch der Kerzen ankommen/zu spät kommen.)

Dessenà sciche n podl.
(Zornig wie eine Laus.)

Scur schiche te n fol.
(Dunkel wie in einem Mehlsack.)

Ie Ve mbince mo N BON ANN NUEF.
Ich wünsche Ihnen noch ein GUTES NEUES JAHR.

A nes audì.
Auf Wiederhören.

LEKTION 64

Bon di inò a duc.

La dumënia de Pasca porten a benedì na fuiacia, ciociul, ueves y jëut. L jëut benedì scunjerea la beches. Do la gran mëssa vëniel pecà sun plaza.
Am Ostersonntag bringt man Osterbrot, Speck,Eier und Kren zum weihen. Der geweihte Kren schützt vor Schlangenbisse. Nach dem Hochamt wird auf dem Kirchplatz „gepeckt“.

N Lunesc de Pasca va i jëuni dala mutans a tò i ueves che i ova apustà n San Ujep. La mutans che ne fova nia bones de spazé via duc i ueves apustei, muessa l di do i giavé ite te verzon, sota la udledes dla ujines.
Am Ostermontag holen die Burschen die Eier,die sie am Joseftag bestellt hatten, ab. Werden nicht alle bestellten Eier abgeholt, müssen diese am darauf folgenden Tag, unter den Blicken der Nachbarinnen, im Garten vergraben werden.

N la ueia dl prim de mei van a cianté l bel mei.
Am Vorabend des 1. Mai geht man das Lied vom „Schönen Mai“ singen.

„Jí a tré zedules“. De mei va i mutons che vën cherdei pra i saudeies tres duta la valeda brian „helau“.
Im Mai ziehen die militärpflichtigen Burschen durchs ganze Tal und rufen dabei laut „Helau“.

N Juebia dai Andli van n pruzescion cun l valon,l celëur y la mujiga. L vën nce liet plu vanielesc.
Zu Fronleichnam wird die Prozession mit der Kirchenfahne, den Baldachin und der Musik abgehalten. Es werden mehrere Evangelien gelesen.

Do la festa dl Sacre Cuer Gejù iel tosc la festa dla Gran Santa Maria. L vën benedì la mana, ciofs de pra, siela y ierbes de medejina. D’utober vën l bestiam da mont ju.
Nach dem Herz Jesu Sonntag ist bald Maria Himmelfahrt. Es werden eine Garbe, Wiesenblumen, Roggen und Heilkräuter geweiht.Im Oktober ist Almabtrieb.

Ma la majera festa dl ann ie l Marcià de Segra Sacun a Urtijëi, l lunesc do Segra Sacun.I mutons ti scinca ala mutans che ti plej n pëir.
Doch das größte Volksfest des Jahres ist der Blättermarkt in St. Ulrich, am Montag nach dem Kirchweihfest von St. Jakob. Die Burschen schenken den Mädchen eine Birne.

Und das Neujahrssingen, am letzten Tag des Jahres, lernen wir in der nächsten Lektion.
Y la ciantia „Bon di, bon ann“, che n va a cianté n ueia dl Ann Nuef, mparons tla lezion che vën.

LEKTION 63

Bon di a duta cantes y a duc canc. - Guten Tag allerseits.

Gherdëina ie na valeda cun truepa usanzes y tradizions.
Gröden ist ein Tal voller Bräuche und Traditionen.

La ravises de vel’ usanzes ie da crì te tëmps pagans.
Die Wurzeln einiger Bräuche reichen bis in die heidnische Zeit zurück.

Ai 6 de jené iel Santa Guania. N ueia dla festa van cun ncëns sun l burëi y ega santa a springë y a sciumenté per stravardé la cësa, la stala, l tublà y i ciamps da desgrazies.
Am 6. Jänner ist das Fest der Heiligen Drei Könige. Am Vorabend zieht man mit Weihrauch und Weihwasser durchs Haus,den Stall, die Scheune und die Äcker, damit man gegen Unglück beschützt bleibt.

A Urtijëi va n la sëira dl 6 de jené nce la dunacia, na vedla stria, tres l luech a scué ora i spirc tl scur dl inviern.
In St.Ulrich zieht am 6. Jänner auch die „Dunacia“, eine alte Hexe, durchs Dorf, um die bösen Geister in die Finsternis des Winters zu jagen.

Ai 2 de fauré iel la Santa Maria dai Cëiresc.Te dlieja vëniel benedì i cëiresc per pudëi benedì l di do l col ala jënt per la stravardé dala dl col.
Am 2. Februar werden in der Kirche die Kerzen geweiht, um am Tag darauf die Menschen damit gegen Halskrankheiten malaties zu segnen.

Tl tëmp de carnescià ie l di de Juebia Grassa l plu bel di. N va a rubé l’ola dala panicia y la cërn de purcel.
Zu Fasching ist der Unsinnige Donnerstag der schönste Tag. Man geht den Suppentopf mit der Gerstensuppe und den Schweinefleisch stehlen.

Tosc do ons Capion. Dal di dal cënder mpo, ne daussen nia plu maië cërn.
Bald darauf habe wir Aschermittwoch. Ab da darf man kein Fleisch mehr essen.

Und das nächste Mal haben wir schon Ostern.
Y l iede che vën ons bele Pasca.

A tosc Ve dij coche for Rut. - Bis bald sagt Ihnen wie immer Rut.

LEKTION 62

Bona sëira. - Guten Abend.
Dedora iel śën abenëura scur. - Draußen ist es jetzt früh dunkel.
Son tl tëmp da Nadel. - Wir sind in der Weihnachtszeit.

Wie heißt die Krippe auf Ladinisch? - ........... la cripl.
Das Christkind? ........... Gejù Bambin.
Der Esel? ........... l musciat.
Die Hirten? ........... i pastri.
Die Heiligen Drei Könige? ........... i Trëi Rëiesc.
Der Weihnachtsbaum? ........... l lën da Nadel.
Der Weihnachtsabend? ........... la ueia de Nadel.

Y jì a Maduines uel dì: - zur Christmette gehen.

Jì ala Santa Mëssa: Zur Heiligen Messe gehen:

Zur Adventszeit geht man oft zur Messe. - Tl tëmp d’Avënt van suënz a mëssa.
Wir gehen in die Kirche. - Nëus jon te dlieja.
Wir setzen uns in die Kirchenbank. - Nëus se senton te n śessl.
Zur Frühmesse gehen. - Jì ala prima (mëssa).
Zum Hochamt an Festtagen gehen. - Jì ala gran mëssa o mëssa solena.

L mëune vën a prië bel de na dunfierta. - Der Messner kommt, um eine Spende zu bitten.
L pluan y l preve dij mëssa. - Der Pfarrer und der Priester lesen die Messe.
I mutons servësc mëssa. - Die Kinder ministrieren.
L cor de dlieja cianta sun porica. - Der Kirchenchor singt auf der Empore.

Es wird die Predigt gelesen. - L vën liet la perdica.
Wir lesen im Messbuch (Missal). - Nëus lijon tl messal.
Immer seltener haben wir eine Primiz. - For plu dinrer ons na mëssa nevela.
Öfters gehen wir zur Totenmesse. - Plu suënz jons a na mëssa da mort.

Dan autere se lascen nce dé adum. - Vor dem Altar heiratet man auch. L pluan sta te calonia. - Der Pfarrer wohnt im Pfarrhaus.

Pra uni dlieja toca n ciampanil cun Zu jeder Kirche gehört ein Turm mit Glocken. ciampanes.

N se fej mo l sëni dla crëusc cun Man macht noch das Kreuzzeichen mit dem l’ega santa ora de buchel. Weihwasser aus dem Becken.

Do mëssa s’anconten dan la gran rëjes Nach der Messe trifft man sich vor dem Kirchentor sun plaza de dlieja. auf dem Kirchplatz.

Und das Gebet? - la priera, la urazion, la anmaria, l paternoster, la rechia eterna y la crant’ëures.

Ve mbince n tëmp cun gheneda y pesc. Ich wünsche Euch eine ruhige und friedliche Zeit.

LEKTION 61

Tosc iel Nadel! - Bald ist Weihnachten!

Sun la gherlanda d’Avënt verd bele l cuarto cëir.
Auf dem Adventskranz brennt schon die viere Kerze.

La cripl ie coche unì ann te si luegia: - Die Krippe ist wie jedes Jahr an ihrem Platz:

Ujep, Maria, Gejù Bambin te cianel, - Josef, Maria, das Jesuskind in der Futterkrippe,
l musciat y l bo, i pastri, la biesces, - der Esel und der Ochse, die Hirten, die Schafe,
i angiuli, i Trëi Rëiesc y la stëila cumeta. - die Engel, die Heiligen Drei Könige und der Komet.

Der Weihnachtsbaum ist auch schon geschmückt: mit roten Kerzen, Nüssen, leuchtenden Kugeln und Strohengeln. Die Spitze ist aus Silber.
L lën da Nadel ie ënghe bele scicà su:cun cëiresc cueceni, cuces, codles che luj y angiuli de stram. La piza ie d’arjënt.

N ueia de Nadel vën Gejù Bambin cun la scincundes.
Am Weihnachtsabend kommt das Christkind mit den Geschenken.

„Stille Nacht“ wurde früher kaum auf Ladinisch gesungen. Hier die erste Strophe der Version von Frida Piazza:
„Chieta nuet“ ne univa zacan nia drë ciantà per ladin. Tlo la prima strofa dla verscion de Frida Piazza: (da: Ustories d’Avënt. ULG, 1990, pl. 95)

Nuet sulënta (Einsame Nacht)

Gran santa nuet
chësta de nsnuet
duc se la dorm
dut ie chiet
mé Ujep y Maria stà su
che l Bambin ti ie drë nasciù.
Dorm saurì fantulin
dorm saurì fantulin.

Y da mesanuet jons a Maduines. - Und um Mitternacht gehen wir in die Christmette.

L di do Nadel iel San Stefun. - Der Tag nach Weihnachten ist Stephanstag.
Te dlieja vëniel benedì l’ega y l sel. - In der Kirche werden Wasser und Salz geweiht.

Frohe Weihnachten! Bon Nadel!

Lektion 60

Y? Ëis’a sentà ite dut drët l auter iede?

Und? Haben sie letztes Mal alles richtig ausgefüllt?

Sënta ite l futur:

Ëiles ruverà te n mëns.

Mi fra furnerà duman a Bulsan.

Son stancia, ie jiré a cësa.

Duman cialerei sce l igl ie inò ruvà.

Mi ava arà d’auril utant’ani.

Doduman sarons (ie o nëus) bele a Sanciana.

Ncuei ie duc amalei. - Heute sind alle krank.

Wir wollen alle Kranken pflegen, denn an diesen Krankheiten stirbt man nicht.
Nëus ulon secudì duc i amalei, ajache da chësta malaties ne moren nia.

Cie ti mancel pa? - Was fehlt ihnen?

Anton ist verkühlt. - Tone ie nsferdì.

Philomena hat Bauchweh. - Filomena à mel de vënter.

Jakob hat die Masern. - Iacun à l rustl.

Karoline hat Fieber. - Carlina à fiëura.

Hans Peter hat ein gebrochenes Bein. - Jan Piere à na giama rota.

Katherina hat Kopfweh. - Trina à mel de cë.

Vinzenz hat Zahnschmerzen. - Zenz à mel de dënz.

Johanna hat sich eine Beule geholt. - Giuana se à fat na cocula.

Rudolf ist immer schwindlig. - Rudi ie for cëurn.

Baptist hat Durchfall. - Batista à mené ora dl vënter (la schita).

Josephine ist ohnmächtig geworden. - Śefa ie unida da nescia.

Joseph hat ein blaues Auge. - Śepl à n uedl brum.

Matthias hat Lungenentzündung. - Matie à la pontes.

Christine isst alles durcheinander, so, dass ihr übel wird und sie Brechreiz hat.
Stina maia dut nsëuralauter che l ti fej unì stome.

Dazumal hatte man auch die Schwindsucht.
Zacan oven nce l melsëch.

Heute erkrankt man an Krebs. - Ncuei se amalen dal crëibes.

Murì per ladin: - Sterben auf Ladinisch:

se n vester - fort sein

jì al auter mond - in die andere Welt übertreten

unì via - „weg kommen“

spiré - verscheiden

se ntulì via - entschlafen

vester sun la fin - am Ende sein

jì a fé tiera a buchei - „den Krügen Erde machen gehen“

ti zaré ju i fieres a un - „jemandem die Eisen abreißen“

ël fej sciche l ti cuchëssa l’ana - er tut, als läge er im Sterben

se n vëncer na bona - nach langer Krankheit sterben (als Erlösung)

se fé la mort Selbstmord verüben

Dut l bon y sanità! - Alles Gute und Gesundheit!

Lektion 59

Bona sëira! - Guten Abend!

Povester ie Vosc di bele passà y l sarà tosc duman.
Vielleicht ist Euer Tag schon vorbei und es wird bald morgen sein.

Es wird sein. - L sarà.

Ncuei mparons l futur. - Heute lernen wir den Futur.

Cie che l suzederà tl daunì, podons dì ora cun l tëmp dl futur.
Was in der Zukunft passieren wird, können wir mit dem Futur ausdrücken.

Sie wird das Rennen gewinnen. - Ëila vencerà la garejeda.

Du wirst morgen nach München fahren. - Tu jires duman a Minca.

Ich werde auf die Katze aufpassen. - Ie cialeré sun l giat.

Wir werden bald wieder zusammen sein. - Nëus saron tosc inò adum.

Nce pra l futur vën fata la inverscion dl verb y dl pronom persunel:
Auch im Futur wird die Inversion des Verbs mit dem Personalpronomen gemacht:

Ëila rujenerà. > Duman rujenerala.
Sie wird sprechen. > Morgen wird sie sprechen.

Nëus cianteron. > Duman cianterons.
Wir werden singen. > Morgen werden wir singen.

L futur nmediat: - Die unmittelbare Zukunft:

vester per + nfinitif:

Ëila ie per jì. (Ëila jirà.)
Sie ist im Begriff zu gehen. (Sie wird gleich gehen.)

sté per + nfinitif:

La muta stà per murì. (La muta murirà.)
Das Mädchen ist im Begriff zu sterben. (Es wird sterben. = Es liegt im Sterben.)

unì a + nfinitif: L vën a pluëi.
Es kommt zu regnen. (Es wird regnen.)

Ejëmpli: - Sënta ite l futur:

Ëiles ruva te n mëns. - Ëiles ............................................ te n mëns.

Mi fra furnea duman a Bulsan. - Mi fra ................................ duman a Bulsan.

Son stancia, ie vede a cësa. - Son stancia, ie ................................... a cësa.

Duman cëli pa sce l igl ie inò ruvà. - Duman .......................... sce l igl ie inò ruvà.

Mi ava à d’auril utant’ani. - Mi ava ............................... d’auril utant’ani.

Doduman sons bele a Sanciana. - Doduman ............................ bele a Sanciana.

igl = Igel
ava = Großmutter
Sanciana = Innichen

A tosc. - Bis bald.

Lektion 58

Ve salude! - Ich grüße Euch!

Nëus fajon ncuei la Sela Ronda cun i schi.
Wir machen heute die Sella Ronda mit den Skiern.

Per fé la raida di cater jëufs ladins ntëur Mëisules pions via te Sëlva:
Um die Runde der vier ladinischen Pässe um den Sellastock zu machen, starten wir in Wolkenstein:

Die Seilbahn auf den Ciampinoi - La furnadoia sun Ciampinëi

Abfahrt auf der Skipiste nach Plan de Gralba.
Furné ju sun l purtoi dai ski fin sun Plan de Gralba.

Sessellift zum Piz Setëur und die Durchquerung der Steinernen Stadt.
Sentadoia fin sun Piz Setëur y la traverseda dla zità di sasc.

Am Sella Joch fahren wir in Richtung Val Salei bis zum Pian Frataces im Fassatal.
Sun l Jëuf de Sela furnons de viers dla Val Salei ju nchin sun Pian Frataces te Fascia.

Su sun Belvedere y do l Jëuf de Pordoi ju nchin a Reba te Fedom.
Hinauf auf den Belvedere und hinter dem Pordoi Joch nach Arabba im . Buchenstein hinunter.

Tlo fajons na paussa y maion da marënda.
Hier mache wir eine Pause und essen zu Mittag.

Von Arabba zum Campolongopass hinauf und vom Crëp de Mont hinunter nach Corvara ins Gadertal.
Da Reba su sun l Jëuf de Ciaulonch y dal Crëp de Mont ju nchin a Curvea te Badia.

Cun doi sentadoies ruvons fin a Calfosch.Da iló cun la furnadoia dala condles nchina su sun l Jëuf de Frea da ulache furnon ju nchin te Sëlva.
Mit zwei Sesselliften erreichen wir Kolfuschg. Von dort mit der Kabinenbahn auf den Grödnerjoch hinauf, von wo wir bis nach Wolkenstein hinunter fahren.

Ne n’iel pa plu degun lift dai taieresc? - Gibt es keine Tellerlift mehr?

N dut ons fat 38 chilometri y mez y chël dut sun doi brëies!
Wir haben insgesamt 38, 5 Kilometer zurückgelegt und das alles auf zwei Brettern!

Cungratulazions! - Gratuliere!

Lektion 57

L nëif ! - Es schneit !

Ce bel, dedora nëivel ! Wie schön, draußen schneit es !

Canche l nëif iel tan bel chiet. - Wenn es schneit ist es so schön ruhig.

Ma tosc vën inò su na drëta tiotena, ajache duc va cun i schi.
Doch bald kommt wieder ein großer Lärm auf, denn alle gehen Ski fahren.

Auch wir. - Nce nëus.

Wir ziehen uns richtig an: - Nëus se trajon sëura sciche l toca:

warme Unterwäsche - guant da dessot ciaut
einen Rollkragenpullover - n sbeter dal col aut
die Skihose - la brea da jì cun i schi
die Windjacke - la jocavënt
die Skischuhe - i ciauzei dai schi
die Mütze und die Handschuhe - la cazina y la manëces
und die Skibrille. - y i udleies da jì cun i schi.

Pona jons te ciulé a tò: - Dann holen wir im Keller:

i schi y i fusć dai schi. die Ski und die Skistöcke.

Ëis’a bele cumprà l scipas? - Habt ihr den Skipass schon gekauft?
Sambënzënza. - Selbstverständlich.

Y ti ëis’a nce dat ju mpue de bocs ai schi?
Und habt ihr die Skier auch mit Skiwachs gewachselt?

Man sieht, dass es lange her ist, dass du Ski gefahren bist, denn die heutigen Skier braucht man nicht mehr zu wachseln.
N vëij bën che l ie bel giut ca che te jives cun i schi, ajache cun i schi d’al didancuei ne an nia plu drë de fé chëi lëures.

Wo gehen wir Ski fahren? - Ulà jons’a cun i schi?

Nëus fajon la Sela Ronda, nscila mparons nce a cunëscer i cater jëufs ntëur Mëisules.
Wir machen die Sella Ronda, so lernen wir auch die vier Pässe rund um den Sellastock kennen.

Einen schönen Tag! - N bel di!

Lektion 56

Bënunii inò tl curs de gherdëina. Ncuei ulons mparé n valgun inuems de nosc crëps y de vel’ mont.
Heute wollen wir einige Namen unserer Berge und Almen lernen.

A nord de Urtijëi ons la Mont de Resciesa cun la Mont dedite.
Im Norden von St.Ulrich haben wir die Raschötzer Alm mit Innerraschötz.

Sëura Urtijëi, sun Col de Flam, iel unì giatà fosses dl tëmp preistorich.
Oberhalb von St.Ulrich sind auf dem „Flammenhügel“ vorgeschichtliche Gräber gefunden worden.

Dessëura ie l cherzuel de Balest y i crëps Sëurasas y Pic.
Darüber haben wir die Felswand von Balest und die Berge Sëurasas und Pic.

De viers dl sud de Gherdëina se slergia ora la gran Mont de Sëuc.
Südlich von Gröden dehnt sich die große Seiser Alm aus.

Ta Santa Cristina possen jì sun Pana y sun Mont Sëura, ulache n possa belau pië ite l Saslonch.
In St. Christina kann man auf den Monte Pana und Mont Sëura gehen, wo man fast den Langkofel berühren kann.

Dlongia l crëp plu cunesciù dla valeda ons l Sasplat, i Cin Dëic, la Piza Grohmann y la Zana.
Neben dem bekanntesten Berg des´Tales haben wir den Plattkofel, die Fünffinger Spitze, die Grohmann-Spitze und den Zahnkofel.

Sëlva ie ncertleda ite da Stevia, la Pizes de Cir, Dantercëpies y Ciampinëi.
Wolkenstein ist umringt von Stevia, den Cirspitzen, Dantercëpies und Ciampinoi.

La valeda vën stluta ju dal gran crëp de Mëisules.
Das Tal wird von der mächtigen Sellagruppe abgeschlossen.

Coche ëis udù, iel truep crëps y truepa montes che à mé l inuem ladin.
Wie Sie sehen, haben viele Berge und Almen nur den ladinischen Namen.

Die merken wir uns aber leicht, nicht wahr?
Chëi nes lecurdons bën saurì, no pa?

Lektion 55

N bel bon di.

L vën tosc San Miculau. - Es kommt bald der Heilige Nikolaus.

N la ueia dl di de San Miculau, ai 5 de dezëmber, va San Miculau da cësa a cësa.
Am Vorabend des Nikolaustages, am 5. Dezember, geht der Heilige Nikolaus von Haus zu Haus.

Cun San Miculau va pea: - Mit dem Heilige Nikolaus gehen mit:

der Diener, der Engel und der Krampus.
l fant, l angiul y l malan.

San Miculau vën te stua. - Der Heilige Nikolaus kommt in die Stube.

Ël à la cazina da vëscul sun l cë y l fust sant tla man.
Er trägt die Bischofsmütze auf dem Kopf und hält den heiligen Stab in der Hand.

L fant tën l liber sant. - Der Diener hält das heilige Buch.

L angiul à na gran cësta cun truepa scincundes.
Der Engel hat einen großen Korb mit vielen Geschenken.

San Miculau liej ora dl liber sant y ti la cumët ai mëndri de vester valënc y de fé al sënn.
Der Heilige Nikolaus liest aus dem heiligen Buch und ermahnt die Kinder brav und artig zu sein.

I mutons muessa dì su vel’ priera, i diesc cumandamënc o n ferssl.
Die Kinder müssen ein Gebet, die zehn Gebote oder einen Reim aufsagen.

Pona spartësc l angiul ora la scincundes
Dann teilt der Engel die Geschenke aus:

i mutons plu da vadiei giapa na rueta,
die flegelhaften Buben bekommen eine Rute,

la mutans valëntes giapa roba dëucia.
die braven Mädchen bekommen Süßigkeiten.

Sun chëla bat San Miculau cun l fust sun fonz y l vën ite i malans.
Darauf schlägt der Heilige Nikolaus mit dem Stab auf dem Boden und es kommen die Krampusse.

Sie tragen schwarze Felle,
I ie furnii cun peves fosces,

auf dem Kopf tragen sie Kuhhörner
sun l cë ai corni d’armënt

und das Gesicht und die nackten Arme
y l mus y i braces desnuc

leuchten vom Öl mit Ruß gemischt.
luj dal uele mescedà cun fulim.

Sie springen kreuz und quer.
I sauta dut ncrëusc.

Ie me tëme mo ncuei. - Ich habe noch heute Angst.

Lektion 54

Bon domesdi.

Uniëis’a ncuei cun mé te zità? Kommen Sie heute mit mir in die Stadt?

Te ciuna zità jons’a? In welche Stadt fahren wir?

Ora a Tluses? Hinaus nach Klausen?
Ju a Bulsan? Hinunter nach Bozen?
Su a Persenon? Hinauf nach Brixen?
Ju a Trënt? Hinunter nach Trient?
Ora a Burnech? Hinaus nach Bruneck?
Ora a Dispruch? Hinaus nach Innsbruck?
Su a Maran? Hinauf nach Meran?
O fin a Unieja? Oder bis nach Venedig?

Fahren wir nach Bozen. Bon, pona jons a Bulsan.

Das Auto stellen wir in die Parkgarage. L auto metons tl parch dai auti.
In der Bank heben wir Geld ab. Tla banca jons a tò ora scioldi.
Bis ins Stadtzentrum laufen wir Fin tl zënter de zità jons sun l tretuar. auf dem Gehsteig.
Wir laufen am Zugbahnhof vorbei. Passon via la stazion dla ferata.
Einen Brief aufzugeben gehen wir in die Post. A dé su na lëtra jons tla posta.

Die Straße überqueren wir auf den Zebrastreifen. Passon via la streda sun la strisces da jì a pe.

Jetzt sind wir auf dem Waltherplatz. Śën sons sun la palza Walter.
Hier ist die Fußgängerzone. Tlo iel l raion da jì a pe.
Und das schöne Hotel Laurin. Y l bel hotel Laurin.

Sota la laubes cumprons ite Unter den Lauben kaufen wir in den
tla butëighes dal guant. Kleidergeschäften ein.
Pona jons te na ustaria a maië Dann gehen wir in ein Gasthaus Mittag essen. da marënda.
Domesdi jons a spaz tl parch y plu tert tl museum dla natura. - Nachmittag gehen wir im Park spazieren und später ins Naturmuseum. Da sëira jons mo a ti cialé a n bel film tl chino. - Am Abend schauen wir uns noch einen schönen Film im Kino an.

Die Schulen, das Krankenhaus, - La scoles, l spedel, l stadion y l aeroport das Stadion, und der Flughafen sind am Stadtrand. - ie sun ëur de zità.

Bis bald. - A tosc.

Lektion 53

Bon domesdi. - Guten Nachmittag.

Ncuei Ve judi a senté ite i drë agetifs ti ejëmpli dla lezion 54: #

Heute helfe ich Ihnen die richtigen Adjektive in die Beispiele der Lektion 54 einzufügen:

1. schöner - plu bela

2. böser - plu rie o piec

3. kleiner - mëndra

4. die beste - la miëura

5. Die größten - I majeri

6. weniger schön - manco bel

7. dem größten - la mejera

8. kälter - plu frëit

9. schlimmer - piec

10. dunkler - plu scur

Ais’a dut fat drët? - Hatten Sie alles richtig gemacht?

Scialdi bën! - Sehr gut!

Son tl tëmp d’Avënt. - Wir sind in der Adventszeit.

La trëi juebies dan Nadel van a cianté da cësa a cësa la tlecanoht.
An den drei Donnerstagen vor Weihnachten geht man von Haus zu Haus die Klöckelnacht singen.

Zacan se furniven su da: - Dazumal verkleidete man sich als:

doi paures, doi setëures, doi seniëures, - zwei Bauern, zwei Mäher, zwei Herrschaften, doi fedomes, doi osć, trëi paiazi y l - zwei Buchensteinerinnen, zwei Wirte, drei vedl y la vedla. Spaßmacher und der Alte und die Alte.

Ntlëuta jivel plutosc i granc a cianté y a suné la tlecanoht.

Früher gingen vor allem Erwachsene die Klöckelnacht singen und spielen.

Śën va nce i mëndri. Jetzt gehen auch die Kinder.

Heute haben wir überall Weihnachtsmärkte mit Kleinkram.
Ncuei ons dlonch marcëi da Nadel cun bisaneles.

Was suchen die Leute? - Cie chier pa la jënt?

Vielleicht wird wieder Frieden, Ruhe oder irgendein Glaube gesucht? Povester vëniel inò cris pesc, gheneda o vel’ crëidum?

Doch in dem Lärm der Städte finden sie sie sicherlich nicht.
Ma te ch’la fuera dla ziteies ne i giati dessegur de no.

Ie Ve mbince cuntentëza tl chiet. - Ich wünsche Ihnen Zufriedenheit in der Stille.

Lektion 52

N bel bon di inò.

Ncuei messons inò mparé mpue de gramatica.
Heute müssen wir wieder ein wenig Grammatik lernen.

Die Steigerung des Adjektivs: I degreies dl agetif:

cumparatif - superlatif

(de maiuranza: schön - schöner - am schönsten)

sg.: bela - plu bela - la plu bela
bel - plu bel - l plu bel
pl.: beles - plu beles - la plu beles
biei - plu biei - i plu biei

(de mendranza: schön – weniger schön – am wenigsten schön)

sg.: bela - manco bela - la manco bela bel - manco bel - l manco bel pl.: beles - manco beles - la manco beles biei - manco biei - i manco biei

I degreies nia reguleres: (Unregelmäßig: gut, schlecht, böse, klein, groß)

cumparatif superlatif

sg.: bona, bon - miëura, miëur - la miëura, l miëur stleta, stlet - piecia, piec - la piecia, l piec ria, rie - piecia, piec (plu rie) - la piecia, l piec pitla, pitl - mëndra, mënder - la mëndra, l mënder granda, grant - majera, majer - la majera, l majer pl.: bones, boni - miëures, miëures - la miëures, i miëures stletes, stlec - pieces, pieces - la pieces, i pieces pitles, pitli - mëndres, mëndri - la mëndres, i mëndri grandes, granc - majeres, majeri - la majeres, i majeri

Ejëmpli da fé da sëui: (Beispiele alleine zu machen)

1. Ëila ie bela, ma Trina ie ....................................... (schöner).

2. Mi cian ie rie, ma l cian dl ujin ie ........................................ (böser).

3. La Svizera ie pitla, ma la Danimarca ie ................................. (kleiner).

4. Carolina Kostner ie ......................................... (die beste) de jadiné.

5. ........................................ (Die größten) crazaciei dl mond ne n’ie nia plu.

6. Chël placat me sà .................................................. (weniger schön).

7. Cun .......................................... (dem größten) fam, maien belau dut.

8. Bel plan vëniel frëit dedora y te n mëns iel mo ................................. (kälter).

9. L trafich vën for ............................................. (schlimmer).

10. Mi brea grija ie de n grisc ............................................ (dunkler) dla tia.

La drëta respostes giaterëis tla lezion 55. Die richtigen Antworten finden Sie in der Lektion 53.

De gra per avëi maprà pea. - Danke fürs Mitlernen.

Lektion 51

Bon di Ve dij inò Rut.

Do avëi cumprà ite tan de roba da maië jons te cësadafuech.
Nachdem wir so viel Esswaren eingekauft haben, gehen wir in die Küche.

La cësadafuech ie njinieda ite nscila
Die Küche ist folgendermaßen eingerichtet

la mascin da lavé - die Waschmaschine

l lavadoi cun doi vasches - der Waschbecken mit zwei Becken

la spina - der Wasserhahn

l fugurel cun cater flames da cujiné - der Gasherd mit vier Feuerstellen

l sporhert da tizé cun lënia - der Sparherd mit Holz zu heizen

l ëifl - das Backrohr

l furnel a microondes - der Mikrowellenherd

l dlaciadoi cun l freezer - der Kühlschrank mit der Tiefkühltruhe

la brëia per lauré lessù - die Arbeitsplatte

i castli - die Schränke

l castl de parëi - der Wandschrank

i tatli - die Schubladen

la mëisa cun i stuei - der Tisch mit den Stühlen

Das Küchengeschirr - La massaria da cësadafuech

das Geschirr - l scudelam

die Salatschüssel - la scudela dala salata

die Pfannen - la fanes

die Bratpfanne - la fana da praté

die Kanne - l’ ola

der Deckel - l cuiertl

das Sieb - l chëul

der Flaschenöffner - l gëurabozes

der Schöpflöffel - l ciaz

der Kochlöffel - l manëscul

der Omelettwender - l mueser

das Nudelholz - l sciadas

das Nudelbrett - l panaruel

die Dose - l bossl o l bostl

die Waage - la stadiera

das Spülmittel - l polver da lavé ju

der Pfannenreiber - l cumblon

das Geschirrtuch - l hagerle

das Wischtuch - la peza

der Mülleimer - la condla dala maroca

Sun mëisa - Auf dem Tisch

la chëutra da mëisa - das Tischtuch

i taieresc - die Teller

i goc - die Gläser

la boza - die Flasche

la copes - die Tassen

la massaria da mëisa o l pestech - das Besteck

l curtel - das Messer

la furchëta - die Gabel

la sciodon - der Löffel

l manipul o l serviet - die Serviette

Gehen wir aufräumen! - Jon a rumé su!

A doduman. - Bis übermorgen.

Lektion 50

Bon domesdi a duta cantes y a duc canc.

Ncuei messons jì a cumpré ite. - Heute müssen wir einkaufen gehen.

L dlaciadoi ie uet. - Der Kühlschrank ist leer.

Tl supermarcià: Im Supermarkt:

- tulons n gran carët da cumpré ite - nehmen wir einen Einkaufswagen
- pra la versura tulons: bananes, ua, pëires, pomarances y cuces - beim Obst nehmen wir: Bananen, Trauben, Birnen, Orangen und Nüsse

- pra la verdura: patac, paradaisc, salata, zuchins, cioles y ai - beim Gemüse: Kartoffel, Tomaten, Salat, Zucchini, Zwiebel und Knoblauch

- pra i prudoc da lat: brama, smauz, ciajuel, iogurt, cifl y ueves - bei den Milchprodukten: Sahne, Butter, Käse, Joghurt, Hefe und Eier

- pra l pudl dal pan: crujëc, pan de siela y crafons da pavé - bei der Brottheke: Semmel, Roggenbrot und Mohnkrapfen

- pra la cërn: prata de vadel, ciociul, scialam, jambon y cërn majeneda - beim Fleisch: Kalbsbraten, Speck, Salami, Schinken und Hackfleisch

- danter la curones ora: riji, uele, ajëi, nudli, café, ciculata y dlacins - von den Regalen: Reis, Öl, Essig, Nudeln, Kaffee, Schokolade und Eis

- pra la buandes: pier, vin cueciun, ega minerela y śoft. - bei den Getränken: Bier, Rotwein, Mineralwasser und Saft.

La cassiera pra la cassa tol duta Die Kassiererin an der Kassa nimmt die
la marcianzia ju dla vëta y fej la conta: Ware vom Band und macht die Rechnung:
otantecin euro. fünfundachtzig Euro.
Nëus meton dut tla gran sportula Wir verstauen alles in die große Tasche
y jon a cësa. und gehen nach Hause.

A nes audì. Auf Wiederhören.

Lektion 49

N bel bon di.

Ncuei mparons zeche sun i agetifs tl gherdëina. - Heute lernen wir etwas über die Adjektive im Grödnerischen.

L agetif vën tl ladin for metù do l sustantif. - Das Adjektiv wird im Ladinischen immer nach dem Substantiv gesetzt.

foscia - fosch - l giat fosch - die schwarze Katze
sota - sot - l lech sot - der tiefe See
linëusa - linëus - la stëila linëusa - der leuchtende Stern
longia - lonch - na fum longia - ein langes Seil
tradiziunela - tradiziunel - l marcià tradiziunel - der traditionelle Markt

Mé n valgun agetifs de majera mpurtanza mëten dan l sustantif. L ie la majera pert chëi che vën adurveil plu suvënz y che à mé una na silba. - Nur einige wichtige Adjektive setzt man vor dem Substantiv. Es sind die am häufigsten gebrauchten und einsilbigen Adjektive.

bela - bel - na bela cësa - ein schönes Haus
bona - bon - l bon vin - der gute Wein
gran(da) - gran(t) - n gran mut - ein großer Junge
pitla - pitl - l pitl ciof - die kleine Blume
vedla - vedl - la vedla storia - die alte Geschichte
burta - bur(t) - n bur tram - ein hässlicher Balken
puera - puere - na puera landa - eine arme Frau
blòta - blòt - l blòt jëunn - der hübsche Junge
stleta - stlet - la stleta jopa - die ungenießbare Suppe
cërta - cër(t) - vchël cër pitl - jener gewisse Kleine
ria - rie - na ria luna - eine schlechte Laune
drëta - drë(t) - l drë ël - der richtige Mann

Ejëmpli da fé da sëui: - Beispiele:

Eine helle Kirche ....................................................... - (Na dlieja linëusa)
Die hübschen Mädchen ............................................. - (La blòta mutans)
Ein guter Apfel ......................................................... - (N bon mëil)
Das neue Haus .......................................................... - (La cësa nueva)
Ein tiefer See ............................................................ - (N lech sot)
Der traditionelle Weihnachtsmarkt ......................... - (L marcià da Nadel tradiziunel)

De gra per avëi mparà pea. - Danke fürs Mitlernen.

Lektion 48

N bel bon di inò a duc canc. - Einen schönen Guten Tag wieder allerseits.

Ve ëis’a nce Vo trat sëura bel bon ciaut? - Haben Sie sich auch schön warm angezogen?

Ncuei jons a spaz tla montes da d’inviern.
Heute gehen wir in die winterlichen Berge spazieren.

L troi ie ërt. - Der Weg ist steil.

L surëdl dà. - Die Sonne scheint.

L ie mpue da vënt. - Es ist ein wenig windig.

Inier al nevët. - Gestern hat es geschneit.

La nëif ie bela frëscia. - Wir haben schönen Neuschnee.

Nëus on sëura de bon ciauzei da mont. - Wir haben gute Bergschuhe an.

L ie mé puecia nibles tl ciel. - Es sind nur wenige Wolken am Himmel.

L pra ie curì pro da na chëutra de nëif. - Die Wiese ist mit einer Schneedecke bedeckt.

L aghel ie dlacià pro. - Das Bächlein ist zugefroren.

Auf dem See laufen Kinder Schlittschuh. - Sun l lech iel mutons che va cun i jadins.

Die Äste der Bäume sind schön weiß. - La rames di lëns ie bela blances.

Am Waldrand ist ein Reh. - Sun ëur de bosch iel n rehl.

Die Seilbahn fährt über unsere Köpfe hinweg.
La furnadoia passa sëura nosc cëves ora.

Wir gehen über eine Brücke. - Nëus passon via n puent.

Hinter dem Hügel führt uns der Weg wieder ins Tal hinunter.

Do l col nes mëina l troi inò ju tla valeda.

Tl luech cherdons. - Im Dorf kehren wir ein.

Nëus buon n té bel fiers. - Wir trinken einen heißen Tee.

Dedora mëtel inò man a nevëi. - Draußen beginnt es wieder zu schneien.

L vën tosc scur. - Es wird bald dunkel.

L ie tosc Nadel. - Es ist bald Weihnachten.

De gra per l bel di deberieda. - Danke für den schönen gemeinsamen Tag.

Lektion 47

N bel bon di. - Einen schönen Guten Tag.

Ncuei levi abenëura y me tire sëura per jì a spaz.
Heute stehe ich früh auf und ziehe mich zum Spazieren gehen an.

L ie d’inviern y l ie frëit dedora. - Es ist Winter und es ist kalt draußen.

Dan me tré sëura, me tiri ora l pigiama. - Bevor ich mich anziehe, ziehe ich den Pyjama aus.

Y śën vede bel damprovia: - Und jetzt gehe ich schön der Reihe nach:

la brea da dessot - die Unterhose

l laibl - das Unterhemd

la brea de ciauza - die Strumpfhose

i scapins - die Socken

la ciamëija - das Hemd

l sbeter - den Pullover

la brea - die Hose

i stivei - die Stiefel

l mantel - den Mantel

la sciarpa - den Schal

la cazina - die Mütze

la manëces - die Handschuhe

Da sëira sons nvieda a cëina y me tire sëura da catif:
Am Abend bin ich zum Essen eingeladen und ziehe mich elegant an:

die schwarze Unterwäsche - l guant da dessot fosch

die Seidenstrümpfe - la ciauzes de sëida

das schöne rote Abendkleid - l bel guant da sëira cueciun

die goldene Halskette - la culana d’or

die goldenen Ohrringe - i rucins d’or

den silbernen Ring - la varëta d’arjënt

die Schuhe mit dem Absatz - i ciauzei dal tach

das Halstuch – l fazulët da ntëur l col

den (unechten) Pelzmantel - l mantel de pulicia (finta)

den Hut - l ciapel

die Brille - i udleies

Y per na segura me toli pea l’ombrela. - Und zur Sicherheit nehme ich den Schirm mit.

N ne sà mei. Man weiß nie.

Ve mbince nce a Vo na bela sëira. Ich wünsche auch Ihnen einen schönen Abend.

A tosc. Bis bald.

Lektion 46

N bel bon di. - Einen schönen Guten Tag.

Ncuei ulëssi Ve cunté n curt velch sun la storia de Gherdëina.
Heute möchte ich Ihnen kurz etwas über die Geschichte Grödens erzählen.

Per sëuraviver à la jënt de Gherdëina tres centeneies messù se n jì da si valeda.
Um zu überleben, haben die Grödner Jahrhunderte lang auswandern müssen.

Tl prim messova la jënt se n jì da si valeda per no patì la fam.
Am Anfang mussten die Menschen fort von ihrem Tal, um nicht Hunger zu leiden.

Pona ai dan n catercënt ani metù man a ziplé.
Dann haben sie vor 400 Jahren mit dem Schnitzen begonnen.

Cun la chiena iesi inò jic sëura dut l mond per la vënder.
Mit den Schnitzereien sind sie wieder um die ganze Welt gereist, um sie zu verkaufen.

Truep mutons ie ruvei tl fulestier pra bacans per unì spesei y per mparé tudësch.
Viele Kinder sind zu Bauern in die Fremde gegeben worden, um verköstigt zu werden und Deutsch zu lernen.

Y dan n cënt ani iel unì i prim turisć.
Und vor 100 Jahren sind die ersten Touristen gekommen.

Ncuei à i Ladins finalmënter l muet y la ulentà de mantenì y de cialé sun si rujeneda dl’oma.
Heute haben die Ladiner endlich die Mittel und den Willen ihre Muttersprache zu erhalten und zu pflegen.

Ajache n dit dij pu: Ulache n nasc, la ierba pasc.
Denn ein Sprichwort sagt doch: Wo man auf die Welt kommt, sättigt das Gras.

De gra per m’avëi scutà su. - Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Lektion 45

Bënunii inò tlo tl curs de gherdëina. - Willkommen hier im Grödnerischkurs.

L à nevët: lascënes jì cun i schi. - Es hat geschneit: lasst uns Skifahren gehen.

Chëi de Gherdëina ne à nia mé cher, ma i fej nce scialdi sport. - Die Grödner sind nicht nur musikalisch, sondern sie treiben auch viel Sport.

Im Winter betreiben sie diese Sportarten: - D’inviern feji chësta sortes de sport:

Sie fahren Ski auf breiten Pisten. - I va cun i schi sun purtoies lerc.
Sie gehen rodeln mit schönen Schlitten. - I va a slusé cun de bela lueses.
Sie gehen Langlaufen. - I va a pudejé.
Sie fahren Schlittschuh. - I va a jadiné cun i jadins.
Sie spielen Eishockey. - I fej al hockey sun la dlacia.
Sie machen Biathlon. - I fej al biatlon.
Sie üben das Skispringen. - I se proa tl saut cun i schi.
Und sie laufen mit den Schneeschuhen. - Y i va cun la ciaspes.

Im Sommer gehen die Grödner auf die Alm oder klettern. - D’instà va chëi de Gherdëina sa mont o a crëp.

Sie spielen Tennis. - I fej al tennis.
Sie gehen ins Schwimmbad schwimmen. - I va tla nudadoia a nudé.
Sie laufen gern und reiten auch. - I sauta gën y va nce a bastin.
Und übers ganze Jahr spielen sie Schach. - Y ntan dut l ann feji al scioh.
De Gherdëina iel campions coche: - Aus Gröden kommen Meister wie:

Isolde Kostner im ... jì cun i schi.
Karolina Kostner im ... jì cun i jadins.
Pepi Ploner im ... pudejé.
Michela Ponza im ... biatlon.
Elisa Demetz im ... saut cun i schi.
und Ruben Bernardi im ... juech al scioh.

A nes audì tosc. Auf ein baldiges Wiederhören.

Lektion 44

Bon di te nosc pitl curs, ncuei inò cun mpue de gramatica. - Heute wieder mit ein wenig Grammatik.

Co damanden pa zeche per gherdëina? - Wie stellt man auf Grödnerisch eine Frage?
Nëus on doi pusciblteies. - Wir haben zwei Möglichkeiten.

Cun la parola de dumanda y cun PA - Mit dem Fragewort und PA
o cun la nverscion y cun PA. - oder mit der Inversion und PA.
Ma l PA muessa for vester leprò. - Das PA muss aber auf jeden Fall dabei sein.

Paroles de dumanda: - Fragewörter:

Wer? - Chi pa?
Wer spielt Geige? - Chi sona pa la vidula?

Wo? - Ulà pa?
Wo ist meine Trompete? - Ulà ie pa mi tumbrëta?

Wann? - Can pa?
Wann ist das Konzert? - Can ie pa l cunzert?

Wie? - Co pa?
Wie geht es mit den Proben? - Co vala pa cun la proes?

Warum? Wieso? - Ciuldì pa?
Wieso ist die Ziehharmonika so beliebt? - Ciuldì ie pa l’armonica tan bënuluda?

Welcher? Welche? - Ciun, ciuna pa?

Welches Instrument ist das Lauteste? - Ciun strumënt ie pa l plu adaut?
Welche Musik gefällt Dir am besten? - Ciuna mujiga te plej pa l plu?

La dumanda cun nverscion y PA do l verb - Die Frage mit Inversion und PA nach dem Verb:

Josef geht rodeln. - Ujep va a slusé.
Geht Josef rodeln? - Va pa Ujep a slusé?

Der Jüngste schaut immer Fernsehen. - L mënder cëla for la televijion.
Schaut der Jüngste immer Fernsehen? - Cëla pa l mënder for la televijion?
Hat er keine Freunde? - Ne al (à ël) pa degun cumpanies?
Höchstwahrscheinlich nicht. vPlu dessegur de no.

Mbën, pona Ve saludi inò. - Also, dann grüße ich Euch wieder.

Lektion 43

Bon domesdi inò a duc.

Dala versura y la verdura passons ncuei ala mujiga. - Vom Obst und Gemüse gehen wir heute auf die Musik über.

Per la mujiga muessen avëi cher. - Für die Musik muss man ein gutes Gehör haben.

Y aldò dla zifres, ie chëi de Gherdëina scialdi de mujiga. - Und den Zahlen nach zu urteilen, sind die Grödner sehr musikalisch.

La scola de mujiga de Gherdëina à passa cincënt sculeies da cater a dejedot ani. - Die Musikschule Gröden hat über fünfhundert Schüler von vier bis achtzehn Jahren.

Al cianté ti vëniel da daniëura dat la majera mpurtanza. - Das Singen steht bei den Ladinern seit jeher an erster Stelle.

Y l vën sunà chisc strumënc: - Und es werden folgende Instrumente gespielt:

Blasinstrumente: - Strumënc a fla:

die Blockflöte - l flaut a bech
die Querflöte - l flaut de traviers
die Oboe - l oboe
das Fagott - l fagot
die Klarinette - l tlarinet
das Saxofon - l saxofonn

Streichinstrumente: - Strumënc a archët:

die Geige - la vidula
das Cello - l celo
der Kontrabass - l violon

Blechinstrumente: - Strumënc de banda:

die Trompete - la tumbrëta
das Flügelhorn - l flicorn
die Tuba - la tuba
die Posaune - la posauna
das Horn oder Alphorn - l corn o l corn da mont

Saiteninstrumente: - Strumënc a cordes:

die Gitarre - la chitara
die Harfe - l’erpa
das Cembalo - l cembalo

Dann fehlen noch: - Y l mancia mo:
das Klavier - l tlavier
die Ziehharmonika - l’armonica
und die Trommeln - i tamburdli

Und in der Kirche haben wir: - Y te dlieja ons:
die Orgel - l orgun

Y chësc fova inò dut. - Und das war wieder alles.
A nes audì inò tosc. - Auf ein baldiges Wiederhören.

Lektion 42

Bon di a duc canc.

D’ ansciuda vedi inò te verzon - Im Frühling gehe ich wieder in den Garten
de mi „Cësa dla rojules“. - meines „Rosenheims“.
Ie é n gran verzon. - Ich habe einen großen Garten.

Cun lëns da versura: - Mit Obstbäumen:
einen Apfelbaum - n lën da mëiles
einen Birnbaum - n lën da pëires
einen Kirschbaum - n lën da ciariejes
einen Nussbaum - n lën da cuces
einen Pflaumenbaum - n lën da sunjins
und einen tibetanischen Marillenbaum - y n lën da mariles tibetan

Ma la majera legrëza ei cun mi bedoi. - Aber die größte Freude habe ich mit meiner Birke.
Ie muesse sië trëi iedesc la ierba - Ich muss drei mal das Gras meiner Wiese mähen:
de mi pra: fën, diguei y pëufla. - Heu, Grummet und Poufl, der dritte Grasschnitt.

Ie é nce truepa verdura: - Ich habe auch viel Gemüse:
Salat - salata
Kohl - capusc
Karotten - carotes
Zwiebel - cioles
Kartoffel - patac
Rote Bete - runi
Erbsen - arbeies
Bohnen - fersëiles
Spinat für die Füllung der Schlutzkrapfen - giamëta de pra per la ula vërda di crafuncins
Mangold - varbëtes
scharfen Meerrettich - jiëut bel sciorf
Schnittlauch - ciblons
Petersilie - craitla
Salbei - jalvé
eine Lorbeerstaude - na siena de aurer
und noch viele andere Gewürze - y mo truepa d’autra sëures per cujiné. zum Kochen.

Y mo n dit: - Und noch ein Sprichwort:
Sun n lën da mëiles, - Auf einem Apfelbaum, kann man
ne possen fé crëscer pëires. - keine Birnen zum Wachsen bringen.

Y cun chësc sons inò ruvei ala fin. - Und damit sind wir wieder am Ende angelangt.
A nes audì inò tosc. - Auf ein baldiges Wiederhören.

Lektion 41

Bon di mi bona sculées y mi bon sculeies. - Guten Tag meine lieben Schülerinnen und Schüler.

Wie heißen die Augen auf Ladinisch? - i uedli
der Mund - la bocia
die Hand - la man
das Bein - la giama
und der Fuß - l pe

Scialdi bën! - Sehr gut!

Ncuei ti cialons a n valguna preposizions. - Heute schauen wir uns einige Präpositionen an.

Nmaginëve n liet. - Stellen Sie sich ein Bett vor.
Y Trina. - Und Katharina.

Katharina ist hinter dem Bett. - Trina ie do l liet.
Katharina ist unter dem Bett. - Trina ie sota l liet.
Katharina ist vor dem Bett. - Trina ie dan l liet.
Katharina ist über dem Bett. - Trina ie sëura l liet.
Katharina ist im (in dem) Bett. - Trina ie tl (te l) liet.
Katharina ist beim Bett. - Trina ie pra liet.
Katharina ist auf dem Bett. - Trina ie sun l liet.
Katharina ist neben dem Bett. - Trina ie dlongia l liet.
Katharina ist zwischen zwei Betten. - Trina ie danter doi liec.

Y mo n doi dic: - Und noch zwei Sprichwörter:

Sté sun odles. - Auf Nadeln sitzen. (d. h. nervös sein)
Dur cun dur ne fej bon mur. - Hart auf (mit) hart baut keine gute Mauer. (d. h. einer muss nachgeben)

Y nce sce „dan marënda an la fiaca y do marënda iesen stanc“, s’audions inò duc canc. - Und auch wenn man „vor dem Mittagessen erschöpft ist und nach dem Mittagessen müde“, hören wir uns alle wieder.

Lektion 40

Bon di inò tl pitl curs de gherdëina.

Ie é durmì saurì. Y Vo? - Ich habe gut geschlafen. Und Sie?

Ve lecurdëis’a mo l tëmp passà? - Erinnern Sie sich noch an die Vergangenheitsform?

Du hast gut geschlafen, nicht wahr? - Tu es durmì saurì, no pa?
Wir haben all das gelernt. - Nëus on mparà dut chësc.
Ihr seid fleißig gewesen. - Vo sëis stac lezitënc.

Ma ncuei mparons la pertes dl corp. - Doch heute lernen wir die Körperteile.
Da suinsom nchin japé. - Von oben nach unten.

der Kopf - l cë
die Haare - i ciavëi
die Augen - i uedli
die Ohren - la urëdles
die Nase - l nés
der Mund - la bocia
der Hals - l col

N proverb dij: - Ein Sprichwort sagt:
N mpera deplù cun la urëdles che cun i uedli. - Man lernt mehr mit den Ohren als mit den Augen.

die Schulter - la sciabla der Arm - l brac der Ellebogen - l cumedon die Hand - la man die Finger - i dëic die Brust - l piet der Rücken - l spinel das Kreuz - la crujeda der Bauch - l vënter der Magen - l magon die Hüfte - l uf der Hintern - l cul

Avëi na fam che drosa l magon. - Hunger haben, dass sich der Magen wendet. Jì sun l cul. - Bankrott gehen.

das Bein - la giama das Knie - l jenodl die Ferse - la ciavidla der Fuß - l pe die Zehen - i dëic di piesc

Avëi l mane tla man. - Den Stiel in der Hand haben. (Am längeren Hebel sitzen)

Se jeté ora l cuer. Sich aussprechen. (Das Herz ausschütten) - A tosc. Bis bald.

Lektion 39

Bon di.

Y? Ëis’a maià bon cun dut chël che ais cumprà ite? - Und? Haben Sie gut gegessen, mit allem was Sie eingekauft hatten?

Beim Bäcker in der Bäckerei. - Pra l pech tla butëiga dal pan.
Beim Metzger in der Metzgerei. - Pra l beché tla becaria.
Beim Fischhändler - Pra l marciadënt dal pësc
und im Käseladen. - y tla butëiga dal ciajuel.

Chësc ie stat y perchël mparons ncuei l tëmp passà. - Das ist gewesen, deshalb lernen wir heute die Vergangenheitsform.

Ich habe + Partizip Perfekt:

Ich habe gegessen. - Ie é maià.

Wir haben eine gute Suppe gegessen. - Nëus on maià na bona jopa.
Ihr habt Schlutzkrapfen bestellt. - Vo ëis apustà crafuncins.
Du hast ein kleines Bier getrunken. - Tu es bu n pitl pier.

Oder: Ich bin + Partizip Perfekt:

Ich bin gegangen. - Ie son jita.

Du bist zum Kloster Säben hinauf - Tu ies jit su sun Jevun.
gelaufen. Und er? Wohin ist er gegangen? - Ël ie jit a Persenon.
Und sie? Wohin ist sie gegangen? - Ëila ie jita a Trënt.
Und ihr? Wohin seid ihr gegangen? - Vo sëis jic a Tluses.

Wir sind um drei Uhr Nachmittags nach Hause gekommen. - Nëus son ruvei a cësa dala trëi domesdi.

Ich bin um sieben Uhr am Abend nach Hause gekommen. - Ie son ruveda a cësa dala set da sëira. Er ist erst um Mitternacht nach Hause gekommen. - Ël ie permò ruvà a cësa da mesanuet.

Chësc fova inò dut. - Das war wieder alles. De gra per m’ avëi dat ahta y a nes audì. - Danke für die Aufmerksamkeit und auf Wiederhören.

Lektion 38

Bon di.

Ve lecurdëis’a mo n valgun culëures? - Erinnern Sie sich noch an einige Farben?

Der Apfel ist ... - L mëil ie cueciun o vërt.
Die Zitrone ist ... - L limon ie ghiel.
Die Kartoffel ist braun. - L patat ie ros.
Braun ist ... - ros.

Ma ncuei jons a cumpré ite! - Aber heute gehen wir einkaufen!

N iede jons tla becaria, pona passons tla butëiga dal pan y dal marciadënt dla verdura. - Zuerst gehen wir in die Metzgerei, dann schauen wir in der Bäckerei und beim Gemüsehändler vorbei.

Daldò jons mo tla butëiga dal pësc y tla butëiga dal ciajuel. - Anschließend gehen wir noch ins Fischgeschäft und in den Käseladen.

Śën ons dut per n cëif da festa. - Jetzt haben wir alles für ein Festessen.
Tan de butëighes che l ie te zità. - So viele Geschäfte gibt es in der Stadt.
Das Fleisch kaufen wir in der ... - becaria.
Das Brot kaufen wir ... - tla butëiga dal pan.
Das Gemüse beim ... - marciadënt dala verdura.
Den Fisch ... - tla butëiga dal pësc.
Und den Käse ... - tla butëiga dal ciajuel.

Ma ie ulësse mo me cumpré n bel mantel. cAber ich möchte mir noch einen schönen Mantel kaufen.

Wir gehen in ein Kleidergeschäft ... - te na butëiga dal guant.
Schuhe kaufen wir ... - tla butëiga dai ciauzei.
Pflaster kaufen wir ... - tl’ apotech.
Und Briefmarken holen wir... - tla butëiga dala zaites.

Zum Schluss gehen wir noch in ein

Einkaufszentrum ... - te n zënter cumerziel,
nehmen einen Einkaufswagen ... - n bagl,
und kaufen einen Pullover ... - n sbeter.

Ncuei ons bën cumprà ite truep y nce spendù truep! - Heute haben wir schon viel eingekauft und auch viel ausgegeben!

A nes audì inò tosc. - Auf ein baldiges Wiederhören.

Lektion 37

Bon di.

Savëis’a mo da dì de NO per ladin? - Können Sie noch auf Ladinisch NEIN sagen?
Z.B. Ich weiß nicht - Ie ne sé nia.
La vita ne ie no blancia no foscia. - Oder: Das Leben ist weder weiß noch schwarz.

Y cun chësc ruvons pra i culëures! - Und damit gelangen wir zu den Farben!
Cun na poejia de Erica Senoner: - Mit einem Gedicht von Erica Senoner:

N gum de culëures - Viele Farben
Blancia ie la nëif sun l col, - Weiß ist der Schnee auf dem Hügel,
vërt ie l crot tl lech bel mol, - grün ist der Frosch im nassen See,
fosch ie l scoaciamin sun tët, - schwarz ist der Kaminkehrer auf dem Dach,
rosa ie l purcel che tira n pët, - rosarot ist das Schwein das furzt,
ghiel ie l ciof te pra, - gelb ist die Blume auf der Wiese,
brum ie l ciel nia asniblà, - blau ist der Himmel ohne Wolken,
cuecena ie la frea d’instà, y grija ie la tupa te zità. - rot ist die Erdbeere im Sommer, und grau ist die Taube in der Stadt.

N gum de culëures à l’ega burvanda y l bel fazulët dla vedla landa. - Viele Farben hat der Regenbogen und das schöne Kopftuch der alten Frau.

Nun? Wie ist der Frosch? - L crot ie vërt
Und der Kaminkehrer? - L scoaciamin ie fosch
Der Himmel? - L ciel ie brum
Die Taube? - La tupa ie grija
Und die Erdbeere ist? - La frea ie cuecena
Der Schnee? - La nëif ie blancia.
Und die Eifersucht ist? - Y la gelujia ie ghiela
Und wie ist die Farbe der Liebe? - L amor ie cueciun.
Rot ist ... - cueciun!
Y n dij: - Und man sagt:
Fosch sciche l fulim. - Schwarz wie Ruß.
Brum sciche n brol. - Blau wie ein Zirbelzapfen.
A nes audì inò! - Auf Wiederhören!

LEKTION 36

Bon di inò a duc canc. - Guten Tag wieder allerseits.

Y? Sëis’a jic ora dan n valgun dis? - Und? Sind Sie vor ein paar Tagen ausgegangen?

Wo sind Sie hingegangen? - Tla Cësa di Ladins a ti cialé al teater fascian!

Y vo? - Und Sie?

Ncuei mparons mpue de gramatica. - Heute lernen wir ein wenig Grammatik.

Pu no, no. Perchël ne messëis nia bel debota mëter da na pert la zaita!
Aber nein, deshalb müssen Sie nicht sofort die Zeitung weglegen!

... ne messëis nia ... - ... müssen Sie nicht ...

Es schneit nicht. - Non nevica.
Y co dij pa i ladins de NO? - Und wie sagen die Ladiner NEIN?

L ladin à na negazion dopla, coche l franzëus.
Das Ladinische hat eine doppelte Verneinung, wie das Französische.

Il ne neige pas. - L ne nëif nia.
Peter arbeitet nicht. - Piere ne lëura nia.
Elisabeth lernt nicht. - Beta ne mpera nia.
Anton gehorcht nicht. - Tone ne olga nia.

L verb vën stlut ite da „ne“ y da „nia“ o da n auter elemënt de negazion:
Das Verb wird von „ne“ und von „nia“ eingeschlossen, oder von einem anderen Verneinungselement, wie z. B.:

Mein Bruder schreibt nie einen Brief. - Mi fra ne scrij mei na lëtra.

Heute kommt niemand zum Kurs. - Ncuei ne vën deguni al curs.

Jetzt mag ich nicht mehr. - Śën ne uei nia plu.

Y tlo mo doi dic: - Und hier noch zwei Sprichwörter:

L ne ie nia dut or chël che luj. - Es ist nicht alles Gold was glänzt.

L ne se davania nianca l’ega nsëuza.
Er verdient nicht einmal das schale Wasser. (d. h. er verdient sehr wenig)

Chësc fova inò dut. - Das war wieder alles.

A tosc! Bis bald!

LEKTION 35

Bon domesdi. - Guten Nachmittag.

Ëis’a inier scutà su l nutizier ladin tl radio?
Haben Sie gestern die ladinischen Nachrichten im Radio gehört?

O ti ëis’a cialà a TRAIL tla televijion? - Oder haben Sie im Fernsehen TRAIL gesehen?

O ëis’a gor liet la Usc di Ladins? - Oder haben sie sogar die Usc di Ladins gelesen?

Pona savëis dessegur bele cie che l vën pità nsnuet a Urtijëi.
Dann wissen Sie sicherlich schon, was heute Abend in St. Ulrich geboten wird.

Ulëis’a jì al teater, a n cunzert de mujiga tlassica o a na sëira leterera?
Wollen Sie ins Theater, ein klassisches Konzert oder eine Lesung besuchen?

Tl self de teater tla Cësa di Ladins iel nsnuet da udëi l pez „L descors dl gran ladin“ dl fascian Stefen Dell’Antonio.
Im Theatersaal im Haus der Ladiner ist heute Abend das Stück „Die Rede des großen Ladiners“ vom Fassaner Stefen Dell’Antonio zu sehen.

Tla Cësa de cultura iel nsnuet da audì l cunzert de mujiga tlassica moderna de Eduard Demetz de Sëlva.
Im Kulturhaus ist heute Abend das Konzert mit moderner klassischer Musik von Eduard Demetz aus Wolkenstein zu hören.

Y tla Lia Mostra d’Ert pudëis jì a scuté su poejies y cunties dla scritëura cunesciuda Frida Piazza.
Und im Kreis für Kunst und Kultur können Sie Gedichte und Geschichten der bekannten Schriftstellerin Frida Piazza hören.

Śën vala mé plu de crì ora? Y śën savëis pu nce bele ulache messëis jì.
Jetzt müssen Sie nur noch auswählen. Und jetzt wissen Sie doch auch schon wohin Sie gehen müssen.

Wo spielt das fassanische Theaterstück? - Tla Cësa di Ladins a Urtijëi.

Wo wird das Konzert geboten? - Tla Cësa de cultura a Urtijëi.

Und wo findet die Lesung statt? - Tla Lia Mostra d’Ert, ënghe a Urtijëi.

Bon devertimënt! - Viel Vergnügen!

LEKTION 34

Bon di. Ëis’a durmì saurì? - Haben Sie gut geschlafen?
Sci! Ie é durmì sciche n ciuch. - Ja! Ich habe wie ein Baumstrunk geschlafen.

Ma ncuei rujenons di media ladins. - Aber heute sprechen wir über die ladinischen Medien.

La zaita dal’ena à inuem: - Die Wochenzeitschrift heißt: LA USC DI LADINS DIE STIMME DER LADINER

La Usc di Ladins vën scrita te sies - idioms.
Die Usc di Ladins wird in sechs Idiomen geschrieben.

Savëis’a mo i idioms? - Kennen Sie noch die Idiome?
Grödnerisch - gherdëina
Gadertalisch mit Ennebergisch - badiot cun mareo
Fassanisch - fascian
Buchensteinisch - fedom
Ampezzanisch - ampezan
Und - y
Ladin Dolomitan, die - ladin dolomitan,
ladinische Einheitsschriftsprache. - l ladin scrit unificà.

La Usc di Ladins vën ora uni sada. - Die Usc di Ladins erscheint jeden Samstag.

Scutëis’a nce su l radio? - Hören Sie auch Radio?

Da mesa la doi la nuveles ladines tl nutizier.
Um halb zwei Uhr die ladinischen Nachrichten.

Pona la „Copa dal café“ cun cultura. - Dann die „Kaffeetasse“ mit Kultur.

Y dala set da sëira l nutizier curt de cin menuc y la trasmiscion culturela.
Und um sieben Uhr abends die Kurznachrichten und die Kultursendung.

Ma ala televijion ti cialëis dessegur. - Aber fernsehen tun Sie sicherlich.

TRAIL (Televijion-RAI-Ladina) – l nutizier – dura mé da cin menuc dan la ot ala ot da sëira.
TRAIL - die Nachrichtensendung - geht nur von fünf Minuten vor acht bis acht Uhr am Abend.

Y uni juebia pudons ti cialé a la trasmiscion culturela „Paladina“.
Und jeden Donnerstag können wir uns die Kultursendung die „Bühne“ ansehen.

Chësc ie inò dut. - Das ist wieder alles. A tosc. - Bis bald.

Lektion 33

Bon di.

Sëis’a inò njiniei per mparé gherdëina? - Sind Sie wieder bereit Grödnerisch zu lernen?

Rujenedes che ie unides codifichedes, chël uel dì scrites scialdi tert, à suënz paroles curtes.
Sprachen, die sehr spät kodifiziert, d. h. geschrieben wurden, haben oft kurze Wörter.

Ncuei ti cialons a n valgun averbs: Heute schauen wir uns ein paar Adverbien an:

Śën scumencions. - Jetzt beginnen wir.

JETZT - ŚËN

For ie. - Immer ich.
IMMER - FOR

Tlo iel bel tëmp. - Hier ist schönes Wetter.
HIER - TLO

Iló pluevel. - Dort regnet es.
DORT - ILÓ

Ulà nëivel pa? - Wo schneit es denn?
WO - ULÀ

Inió ne iel da nibl. - Nirgends ist es nebelig.
NIRGENDS - INIÓ

Datrai tampestel. - Manchmal hagelt es.
MANCHMAL - DATRAI

Inò na parola nueva. - Wieder ein neues Wort.
WIEDER - INÒ

Truep ons mparà. - Viel haben wir gelernt.
VIEL - TRUEP

Massa ne fej nia bon. - Zu viel tut nicht gut.
ZU VIEL - MASSA

Chisc averbs ie bele scialdi. - Das sind schon viele Adverbien.
VIELE - SCIALDI

Śën iel assé. - Jetzt ist genug.
GENUG - ASSÉ

Y nce manieres de dì nes conta truep de na cultura:
Und auch Redewendungen erzählen uns viel über eine Kultur:

Dessenà sciche n podl. - Zornig wie eine Laus.

Durmì sciche n ciuch. - Schlafen wie ein Baumstrunk.

Asvelt sciche na tiza. - Schnell wie ein Funke.

Strité sciche i corneri. - Streiten wie die Landstreicher.

Sëurt sciche na ciampana. - Taub wie eine Glocke.

Scur sciche te n fol. - Dunkel wie in einem Mehlsack.

Cun chësc va nosta lerch inò a piz.
Damit ist unser zu Verfügung stehender Raum wieder ausgefüllt.

A nes audì. - Auf Wiederhören.

Lektion 32

Bënunii inò a duc canc. - Willkommen wieder allerseits.
Ncuei ei na fam sciche n lëuf. - Heute habe ich einen Wolfshunger.
Perchël jons a cujiné. - Deshalb gehen wir kochen.

Nëus meton adum n menù. Per se paré la majera fam, njinions n iede ca n taier frëit: ciociul y ciajuel.
Wir stellen ein Menü zusammen. Um den größten Hunger zu stillen bereiten wir zuerst einen kalten Teller vor: Speck und Käse.

Pona l prim taier: - Dann die Vorspeise:
pezi cun fonc. - Bandnudeln mit Pilzen.

La spëisa prinzipela: - Die Hauptspeise:
prata de vadel cun riji y - Kalbsbraten mit Reis und gekochtem
verdura cueta. - Gemüse.

L dessert: tëurta de ciculata. Die Nachspeise: Schokoladetorte.

Y cie buons’a leprò? - Und was trinken wir dazu?

De bon vin cueciun y mpue d’ega minerela.
Einen guten Rotwein und ein wenig Mineralwasser.

Y per stlu ju buons mo n bon café. Und zum Abschluss trinken wir noch einen guten Kaffee.

BON APETIT!

Dan Ve lascé jì te cësadafuech - Bevor ich sie in die Küche entlasse,
mo n iede la spëises: - noch einmal die Speisen:
Speck - ciociul
Käse - ciajuel
Bandnudeln - pezi
Pilze - fonc
Kalbsbraten - prata de vadel
Reis - riji
gekochtes Gemüse - verdura cueta
Schokoladetorte - tëurta de ciculata
die Getränke - la buandes
Rotwein - vin cueciun
Mineralwasser - ega minerela
Kaffee - café

Śën Ve mbinci mo n bon garat. - Jetzt wünsche ich Ihnen noch ein gutes Gelingen.

Ma metëde verda: Aber aufgepasst:

N vënter plën ne lëura nia gën! Ein voller Magen arbeitet nicht gern!

A tosc inò. Bis bald.

Lektion 31

Ie son inò tlo per vo! Bon di. - Ich bin wieder für Sie da!

Wissen sie noch was „granëtes“ sind? - Ja, richtig: Granten (Preiselbeeren)
Und der „graton“? - Natürlich der Grotn (kleine Karre)
Die „brënta“? - Die Brente (ein Milchgefäß)
und „ciot“ wird im Trolerischen zu: - Tschotn (Topfen – Quark)
Scialdi bën! - Sehr gut!

Ma ncuei ulons cunté na matada: - Aber heute wollen wir einen Witz erzählen:

Piere uel sté ora de scola. - Peter will die Schule schwänzen.
L sbriga cherd su te scola. - Der Lausbub ruft in der Schule an.
L fej n’autra usc: - Er verstellt die Stimme:

„Mi mut ne possa ncuei nia unì a scola.“ - „Mein Sohn kann heute nicht zur Schule kommen.“
„Chi rejona pa prëibel?“ vëniel damandà. - „Wer spricht da bitte?“ wird er gefragt.
Cuchenian respuendel: „Mi pere.“ - Stotternd antwortet er: „Mein Vater.“

Tlo ons mparà truepa paroles nueves. - Hier haben wir viele neue Wörter gelernt.

Co dijans iust per: - Wie sagten wir eben für:

erzählen - cunté
der Witz - la matada
Peter - Piere
die Schule schwänzen - sté ora de scola
der Lausbub - l sbriga
anrufen - cherdé su
die Stimme - la usc
die Stimme verstellen - fé n’autra usc
mein Sohn - mi mut
kann nicht - ne possa nia
zur Schule kommen - unì a scola
sprechen - rujené
bitte - prëibel
er wird gefragt - ël vën damandà
stottern - cuchenië
antworten - respuender
mein Vater - mi pere

Y cun chësta matada muessi inò ve lascé. Al iede che vën. - Und mit diesem Witz muss ich Sie wieder verlassen. Bis zum nächsten Mal.

Lektion 30

Oila a duc canc. - Hallo an alle.

Oila dij i jëuni canche i se anconta. Ma sambën nce – ciau!
Oila sagen die jungen Leute, wenn sie sich treffen. Doch natürlich auch – ciau!

Ncuei sons bele tla lezion 30. - Heute sind wir schon in der Lektion 30.

Nëus on bele mparà truep deberieda. - Wir haben schon vieles gemeinsam gelernt.

Nëus on mparà dut chësc: - Wir haben alles dies gelernt:

a liejer gherdëina, - Grödnerisch zu lesen,

a saludé per ladin, - Ladinisch zu grüßen,

i verbs avëi, vester, fé y jì, - die Verben haben, sein, machen und gehen,

la familia y la cësa, - die Familie und das Haus,

i mestieres, - die Berufe,

l tëmp y l’ëura, - das Wetter und die Uhrzeit,

i dis, i mënsc y la sajons, - die Tage, die Monate und die Jahreszeiten,

i tieres y la spëisa, - die Tiere und die Speisen,

ulache l vën rujenà retorumanc, - wo Rätoromanisch gesprochen wird,

n valgun luesc dla valeda de Gherdëina, - einige Ortschaften des Grödentals,

n valguna paroles ladines che vën dal tudësch y n valguna paroles tudësces che vën dal ladin,
einige ladinische Wörter, die aus dem Deutschen kommen und einige deutsche Wörter, die aus dem Ladinischen kommen,

y mo truep, truep deplù. - und noch vieles, vieles mehr.

Śën ntendëis duta la nuveles ladines de TRAIL (Tv-Rai-Ladina).
Jetzt verstehen Sie alle ladinischen Nachrichten von TRAIL.

Ve mbince dut l bon y Ve sënte gra per m’ avëi dat ahta. A tosc.
Ich wünschen Ihnen alles Gute und bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. Bis bald.

Lektion 29

Bon di. Ncuei jons inò inant cun nosc curs de gherdëina. - Heute fahren wir wieder mit unserem Grödnerischkurs fort. Savëis’a mo vel’ parola ladina che vën dal tudësch? - Wissen sie noch ein ladinisches Wort, das aus dem Deutschen stammt?

l stuel kommt vom deutschen „Stuhl“ oder l chëifer ist der „Käfer“.

Ncuei ti cialons a n valguna paroles tudësces che vën dal ladin. - Heute schauen wir uns einige deutsche Wörter an, die aus dem Ladinischen stammen.

Chësc barat de paroles ons bele dal 5. (cuinto) centené mpo. - Diesen Wörtertausch gibt es schon seit dem 5. Jahrhundert.

Purvëde inò a ndeviné: Versuchen Sie wieder zu erraten:

Aus „granëtes“ wird im Trolerischen: - Granten (Preiselbeeren)
Aus „tlocia“ wird: - Glutsch (die Glucke)
Aus „tublà“ wird: - Tóblet (Die Scheune)
Aus „palancin“ wird: - Pòlmschin (Scheunenboden)
Aus „pëufla“ wird: - Poufel (3. Grasernte, od. schlechtes Gras)
Die ladinische „fiertla“ wird zur: - Ferkl (Trage)
Der „graton“ wird zum: - Grotn (kleine Karre)
Die „brënta“ zur: - Brente (Milchgefäß)
und „ciot“ wird im Trolerischen zu: - Tschotn (Topfen – Quark)
Weiters haben wir den „largià“, - der zum Lérget (Lerchenpech) wird die „juntla“ wird zum Tschunkl (Riemen)

die „ciorda“ ist der - Tschourn (Kuhmist)
und die „scipa“ ist natürlich die - Glasscheibe

Und nun verstehen sie wieder ohne - La pëufla ie te tublà.
Mühe diese Sätze: - L ciot metons tla brënta.
- La ciorda mëinen te graton.
- La scipa ie plëina de largià.
Chësc fova inò dut. - Das war wieder alles.
Nce ncuei sëis stac lezitënc. - Auch heute sind Sie fleißig gewesen.
De gra y a tosc. Danke und bis bald.

Lektion 28

Sëis’a inò njiniei? - Sind Sie wieder bereit?

Canche doi rujenedes viv giut una dlongia l’autra, se barateles ora paroles. - Wenn zwei Sprachen lange nebeneinander leben, tauschen sie Wörter aus.

Ncuei ti cialons n iede a n valguna paroles ladines che vën dal tudësch. - Heute schauen wir uns zuerst einige ladinische Wörter an, die aus dem Deutschen stammen.

L ie paroles che vën dal baiuvar vedl y dal tirolesc. -Es sind Wörter aus dem Altbairischen und dem Tirolerischen.

Purvëde a ndeviné la parola ladina: - Versuchen Sie das ladinische Wort zu erraten:

Aus Watte wird: -bata
Aus Käfer wird: -chëifer
Aus Stuhl wird: -stuel
Aus Reh wird: -rehl
Aus Salbe wird: -śolba
Die Rippe ist die: -rëpa
Die Krippe wird zur: -cripl
Die Wade wird zum: -badl
Aus dem Staub wird: -stuep
und der Staubsauger ist dann der: -ciuciastuep

N valgun verbs: -Einige Verben:

Für wünschen sagt man: -mbincë
müssen heißt: -messëi
schenken wird zu: -scinché
meinen zu: -miné
und streiten zu: -strité
Y un n agetif: -Und ein Adjektiv:
stumm wird zu: -stom

Und nun verstehen sie diese Sätze mit Leichtigkeit:

- Ie me mbince n rehl.
- L chëifer va a spaz sun la bata.
- Mi oma me scinca na cripl.
- Mi fra strita y se romp na rëpa.

Y l iede che vën ti cialons a n valguna paroles tudësces, mprestedes ora dal ladin. A tosc inò. - Und das nächste Mal schauen wir uns einige deutsche Wörter an, die aus dem Ladinischen entlehnt wurden. Auf bald.

Lektion 27

Bon di inò a duc canc. - Guten Tag wieder allerseits.

Ncuei jons a spaz tres Gherdëina. - Heute spazieren wir durch Gröden.

Nëus pion via da Tluses. - Wir starten in Klausen.

Da Laion ite furnons nchina Urtijëi. - Über Laien fahren wir bis St. Ulrich.

Da Urtijëi jons a pe nchina su sa Sacun. - Von St. Ulrich gehen wir zu Fuß bis St. Jakob hinauf.

Sa Sacun vëijen scialdi bel l Saslonch y l Sasplat. - Auf St. Jakob sieht man sehr schön den Langkofel und den Plattkofel.

Da tlo jons inant per ruvé ta Santa Cristina. - Von hier laufen wir weiter, um nach St. Christina zu gelangen.

Śën passons via Plan da Tieja y son tosc te Sëlva. - Jetzt lassen wir Plan da Tieja hinter uns und sind gleich in Wolkenstein.

Pona jons mo mpue te Val a ti cialé al’eguies. - Dann gehen wir noch kurz ins Langental, um die Adler zu bewundern.

Ve ëis’a lecurdà duc i inuems? - Haben sie sich alle Namen gemerkt? Śën ulons udëi: Mal sehen:

  • Gröden - Gherdëina
  • Klausen - Tluses
  • Laien - Laion
  • St. Ulrich - Urtijëi
  • St. Jakob - Sacun
  • Langkofel - Saslonch
  • Plattkofel - Sasplat
  • St. Christina - Santa Cristina
  • Plan da Tieja - Plan da Tieja
  • Wolkenstein - Sëlva
  • Langental - Val

    Y cun chisc valgun inuems muessi inò ve saludé. - Und mit diesen paar Namen wieder verabschieden.muss ich mich

    A tosc. - Bis bald.

    Lektion 26

    Bënunii tla lezion numer 26 de nosc pitl curs de gherdëina. Ve lecurdëis’a mo vel’ parola o vel’ frasa dla prima 25 lezions? Ulon l purvé ora. Purvëde a respuender drët:

    Willkommen bei der Lektion Nummer 26 unseres kleinen Grödnerischkurses. Erinnern Sie sich noch an einige Wörter oder Sätze aus den ersten 25 Lektionen? Wir wollen es ausprobieren. Versuchen Sie richtig zu antworten:

    Co vala pa? - A mi me vala............................................ (Mir geht es)

    Ie é inuem Rut. Y Vo? (Und Sie?) - Ie é inuem ................................................ (Ich heiße)

    Ie son d’Urtijëi te Gherdëina. Y Vo? - Ie son de ................................................... (Ich bin aus)

    Mi mestier ie maestra. Y l Vost? - Mi mestier ie ............................................. (Mein Beruf ist)

    Ie rejone gherdëina. Y Vo? - Ie rejone .................................................... (Ich spreche)

    Ie vede gën a spaz. Y Vo? - Ie vede gën ............................................... (Ich gehe gerne)

    Ie feje for da cëina. Y Vo? - Ie feje for ................................................... (Ich mache immer)

    Ie é doi giac. Y Vo? Ëis’a Vo tieres? - Ie é - Ie ne é nia ........................................ (Ich habe – Ich habe nicht)

    Da marënda mai cater bales. Y Vo? - Da marënda mai ........................................ (Zu Mittag esse ich)

    Ncuei iel bur tëmp a Tluses. Y pra Vo? - Ncuei iel ...................................................... (Heute ist)

    Duman iel dumënia, no pa? - No, duman iel ............................................. (Nein, morgen ist)

    Ëis’a respundù drët? Sci? - Haben Sie richtig geantwortet? Ja?

    Pona ve saludi nchina al iede che vën. - Dann verabschiede ich mich bis zum nächsten Mal.

    Lektion 25

    Bon di inò pra l pitl curs de gherdëina. - Guten Tag beim kleinen Grödnerischkurs.

    Nce ncuei ulons rujené dl ladin. - Auch heute wollen wir über das Ladinische sprechen.

    L ladin ie na rujeneda romanza, coche l franzëus, l spanuel, l talian y n. i.
    Das Ladinische ist eine romanische Sprache,wie Französisch, Spanisch, Italienisch usw.

    L ladin ie nasciù dal latin vulgher y l retich che univa rujenà tlo da nëus.
    Das Ladinische ist aus dem Vulgärlatein und dem damals hier bei uns gesprochenen Rätisch geboren.

    A duc i idioms ladins tla Elpes ti dijen Retorumanc.
    Alle ladinischen Idiome im Alpenraum nennt man Rätoromanisch.

    Tl cianton di Grijons tla Svizera rejonamo 60.000 rumanc.
    Im Kanton Gaubünden in der Schweiz sprechen noch 60.000 rumanc.

    Tla Dolomites rejona 35.000 ladin, te 5 idioms defrënc.
    In den Dolomiten sprechen 35.000 ladinisch,in 5 verschiedenen Varianten.

    Y tl Friul rejona 500.000 furlan. - Und im Friaul sprechen 500.000 friaulisch.

    L Retorumanc ie na rujeneda de mendranza, ma che ne à nët nia de mënder.
    Das Rätoromanische ist eine Minderheiten-sprache, die jedoch nichts Minderes an sich hat. hat.

    La ie mé puech sparpanieda ora. - Sie ist nur wenig verbreitet.

    Y cun chësc messons inò stlu ju. - Und damit müssen wir wieder schließen.

    A nes audì tla lezion che vën. - Auf Wiederhören bis zur nächsten Lektion.

    Lektion 24

    Bon di. Ncuei mparons inò gherdëina. - Guten Tag. Heute lernen wir wieder Grödnerisch.

    Savëis’a mo coche n valguna spëises ova inuem? - Wissen Sie noch, wie einige der Speisen hießen?

    Cie ëis’a Vo maià nsëira da cëina? - Was haben Sie gestern zu Abend gegessen?

    Na jopa? - Eine Suppe?
    Patac arestii? - Bratkartoffeln?
    Crafuncins? - Schlutzkrapfen?
    O mé na salata y ciajuel? - Oder nur einen Salat und Käse?

    Ncuei ulons rujené de spëisa spirtela. - Heute wollen wir über geistige Speise sprechen.

    Ciuldì mparëis’a Vo gherdëina? - Warum lernen Sie Grödnerisch?

    Ajache ëis parënc ladins? - Weil Sie ladinische Verwandte haben?

    Ajache ëis maridà n ladin o na ladina? - Weil Sie einen Ladiner oder eine Ladinerin geheiratet haben?

    Ajache sëis n linguist o na linguista? - Weil Sie ein Sprachwissenschaftler sind?

    Ajache ulëis jì tla feries tla valedes ladines? - Weil Sie in den ladinischen Tälern Urlaub machen wollen?

    O bel scëmpl ajache ulëis rujené ladin cun i ladins? - Oder ganz einfach weil Sie mit den Ladinern Ladinisch sprechen wollen?

    De rejons per mparé ladin n iel n grumon. - Die Gründe Ladinisch zu lernen sind zahlreich.

    Y ... uni rejon vel! - Und ... jeder Grund gilt.

    Perchël Ve mbinci mo dut l bon y Ve salude a tosc inò. -Deshalb wünschen ich Ihnen noch alles Gute und grüße Sie auf bald.

    Lektion 23

    Bënunii inò tl pitl curs de gherdëina. - Willkommen im kleinen Grödnerischkurs.

    Co à pa inuem nosc tieres? - Wie heißen unsere Tiere?

    Die Kuh ist im Stall. - La .................... (vacia) ie te stala. Der Vogel fliegt im Himmel. - L ....................... (ucel) jola tl ciel. Die Katze fängt die Maus. - L ............... (giat) peia la .............. (suricia). Und der Bär frisst das Schaf. - Y la .............. (lores) magia la ............... (biescia).

    Y Vo? Cie maieis’a Vo l plu gën? - Und Sie? Was essen Sie am liebsten?

    Da gusté bevi café y maie pan cun smauz y śulza. - Zum Frühstück trinke ich Kaffee und esse Brot mit Butter und Marmelade.

    Da marënda ei gën bales cun craut. - Zum Mittagessen mag ich Knödel mit Kraut.

    Da pitla marënda mai ciociul - Zur Jause esse ich Speck mit Schüttelbrot. cun pan sëch. Da cëina me mai na jopa bona ciauda. - Am Abend esse ich eine warme Suppe.

    Y cie ulëis’a da bever? - Und was wollen Sie zum Trinken?

    N got de vin cueciun me sà for bon. - Ein Glas Rotwein schmeckt mir immer.

    Ma datrai me n bevi nce n pitl pier o n śoft. - Aber manchmal trinke ich auch ein kleines Bier oder einen Saft.

    Y cun chësc Ve mbinci n bon apetit nchin al iede che vën. - Und damit wünsche ich Ihnen einen guten Appetit bis zum nächsten Mal.

    Lektion 22

    Bon di a duc canc. - Guten Tag allerseits.

    Ce di iel pa ncuei? - Was ist heute für ein Tag?

    Iel pa ncuei lunesc, ai 8 de nuvëmber dl 2008? - Ist heute Montag, der 8. November 2008?

    Ie rate de no. - Ich glaube nicht.

    Ai cater d’agost ei giapà per mi cumplì di ani doi de pitli giac. - Am 4. August habe ich zum Geburtstag zwei kleine Katzen bekommen.

    Ce tieres iel pa mo tlo da nëus? - Welche Tiere gibt es noch hier bei uns?

    Te stala iel: Im Stall ist:

    la vacia -die Kuh
    l ciaval -das Pferd
    la cëura -die Ziege
    la biescia -das Schaf
    l purcel -das Schwein
    la gialina -die Henne
    l punjin -das Küken
    y la suricia und die Maus.

    Tl bosch iel: Im Wald ist:

    l rehl -das Reh
    l cërf -der Hirsch
    l liever -der Hase
    l ucel -der Vogel
    la bolp -der Fuchs
    y la lores und der Bär.

    Ëis’a Vo tieres a cësa? -Haben Sie Tiere zu Hause?

    Ciuni pa? -Welche?

    Povester ëis n cian o n giat? -Vielleicht haben Sie einen Hund oder eine Katze?

    O ëis’a povester n gial o gor na beca? -Oder haben Sie vielleicht einen Hahn oder sogar eine Schlange?

    Ma chël me dijëis l iede che vën. -Aber das sagen Sie mir beim nächsten Mal.

    A tosc inò. -Bis bald wieder.

    Lektion 21

    Bon di. - Guten Tag.

    Ve lecurdëis’a mo i mënsc per ladin? Erinnern Sie sich noch an die Namen der Monate auf ladinisch?

    De jené jons cun i schi. - Im Jänner gehen wir Skifahren.
    De juni jons al mer. - Im Juni fahren wir ans Meer.
    D’agost jons sa mont. - Im August gehen wir auf die Alm.
    De nuvëmber jons sun curtina. - Im November gehen wir auf den Friedhof.
    Y de dezëmber vën San Miculau. - Und im Dezember kommt der Nikolaus.

    Ma can iel pa Pasca? - Aber wann ist Ostern?

    Y la sajons? - Und die Jahreszeiten?

    D’inviern iel frëit. - Im Winter ist es kalt.
    D’ansciuda flurësc i ciofs. - Im Frühling blühen die Blumen.
    D’instà iel ciaut. - Im Sommer ist es warm.
    Y d’autonn iel chiet. - Und im Herbst ist es ruhig.

    Ma ce di iel pa ncuei? - Aber was ist heute für ein Tag?

    Iel pa ncuei ai prim de fauré dl 1981? - Ist heute der 1. Februar 1981?

    NO ! - NEIN!

    Iel pa ncuei ai nuef de merz dl 2000? - Ist heute der 9. März 2000?

    NO ! - NEIN!

    Iel pa ncuei ai undesc de setëmber - Ist heute der 11. September 2001?

    dl 2001? NO ! - NEIN!

    O iel pa ncuei ai vintecinch d’utober - Oder ist heute der 25. Oktober 2008?

    dl 2008? Povester ! - Vielleicht !

    Y chësc ie inò dut. A tosc. - Und das ist wieder alles. Bis bald.

    Lektion 20

    Bon di a duc canc y a duta cantes. Guten Tag an alle.

    C’ëura iel pa perdrët? - Wie spät ist es eigentlich?

    Iel pa la diesc? O iel pa mesa la undesc? - Ist es 10 Uhr? Oder ist es halb 11 Uhr?

    O iel pa trëi cherc ala trëi? - Oder ist es drei viertel 3?

    Ma povester iel pu bele la ot da sëira? - Aber vielleicht ist es ja schon 8 Uhr abends?

    Monate und Jahreszeiten

    Ma ncuei ulons mparé i mënsc y la sajons. - Aber heute wollen wir die Monate und die Jahreszeiten lernen.

  • Jené, fauré y merz ie d’inviern. - Jänner, Februar und März sind im Winter.
  • Auril, mei y juni ie d’ansciuda. - April, Mai und Juni sind im Frühling.
  • Lugio, agost y setëmber ie d’instà. - Juli, August und September sind im Sommer.
  • Utober y nuvëmber ie d’autonn. - Oktober und November sind im Herbst.
  • Y de dezëmber iel Nadel. - Und im Dezember ist Weihnachten.

    Can sëis’a Vo nasciù o nasciuda? - Wann sind Sie geboren?

    Ie son nasciuda ai cater d’agost dl 1962. - Ie son nasciù/nasciuda ai ........

    Chësc fova inò dut per ncuei. - Das war wieder alles für heute.

    A nes audì. - Auf Wiederhören.

    Lektion 19

    Bon di ala lezion numer dejenuef. - Guten Tag in der Lektion Nummer 19.

    Savëis’a mo da cumpedé per ladin? - Können Sie noch auf ladinisch zählen?

    Da c’ëura levëis’a Vo daduman? - Wie spät stehen Sie am Morgen auf?

    Ie leve dala ot daduman. I- ch stehe um 8 Uhr morgens auf.

    Dala nuef danmesdi scumënci a lauré. - Um 9 Uhr vormittags beginne ich zu arbeiten.

    Da mesdì mai da marënda. - Zu Mittag esse ich das Mittagessen.

    Nchina mesa la doi rumi su. - Bis halb 2 Uhr räume ich auf.

    Ntëur la cater domesdi feji pitla - So gegen 4 Uhr Nachmittags esse ich marënda. eine Jause.

    Dala set da sëira scoti su tl radio la nuveles ladines y la trasmiscion culturela. - Um 7 Uhr abends höre ich im Radio die ladinischen Nachrichten und die Kultursendung.

    Da cëina me feji na bona jopa. - Zum Abendessen mache ich mir eine gute Suppe.

    A durmì vedi permò da mesanuet. - Schlafen gehe ich erst um Mitternacht.

    Ma dant me lieji mo n bel liber. - Aber davor lese ich noch ein gutes Buch.

    Y can jëis’a Vo a durmì? - Und wann gehen Sie schlafen?

    Ncuei ve mbinci na bona nuet nchina l iede che vën. - Heute wünsche ich Ihnen eine gute Nacht bis zum nächsten Mal.

    Lektion 18

    Bon di ala lezion numer dejedot. - Guten Tag in der Lektion Nummer 18.

    Ve lecurdëis’a mo: - Erinnern Sie sich noch:

    Tl gherdëina fejen la nverscion coche tl tudësch. - Im Grödnerischen macht man die Inversion wie im Deutschen.

    Nëus jon sa mont. - Wir gehen auf die Alm.
    Ma: Ncuei jons (jon+nëus) sa mont. - Aber: Heute gehen wir auf die Alm.

    Ie vede a spaz. - Ich gehe spazieren.
    Duman vedi (ved+i) a spaz. - Morgen gehe ich spazieren.

    Ma ncuei ulons mparé a cumpedé. - Aber heute wollen wir zählen lernen.

    Nëus cumpedon nchina 10. - Wir zählen bis 10.

  • 1 – 2 – 3 (un – doi – trëi) - 1 – 2 – 3 (eins – zwei – drei)
  • 4 – 5 – 6 (cater – cinch – sies) - 4 – 5 – 6 (vier – fünf – sechs)
  • 7 – 8 – 9 (set – ot – nuef) - 7 – 8 – 9 (sieben – acht – neun)
  • y 10 (y diesc) - y 10 (und zehn)

    20 (vint), 30 (trënta), 40 (caranta), 50 (cincanta), 60 (sessanta), 70(setanta), 80 (utanta), 90 (nuvanta), 100 (cënt), 1000 (mile)
    20, 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90, 100, 1000

    Tan d’ani ëis’a Vo? - Wie alt sind Sie?

    Ie é 46 (carantesies) ani. - Ich bin 46 Jahre alt (Ich habe ...)

    A tosc. - Bis bald.

    Lektion 17

    Bon di. - Guten Tag.

    Ncuei jons inò inant cun nosc pitl curs. - Heute fahren wir mit unserem kleinen Kurs wieder fort.

    Ve lecurdëis’a mo l verb „jì“? - Erinnern Sie sich noch das Verb „gehen“?

    Nëus jon. - Wir gehen

    Ncuei jons. - Heute gehen wir.

  • Ie vede su sun Jevun. - Ich gehe zum Kloster Säben hinauf.
  • Tu ves a spaz te zità. - Du gehst in der Stadt spazieren.
  • Ël va a crëp. - Er geht klettern.
  • Ëila va plu gën al mer. - Sie geht lieber ans Meer.
  • Nëus jon a durmì. - Wir gehen schlafen.
  • Vo jëis a balé. - Ihr geht tanzen.
  • Ëi y ëiles va a cësa. - Sie gehen nach Hause.

    Ma: - Aber:

    Canche l vën ciaut, jons (jon+s) al mer. - Wenn es warm wird, gehen wir ans Meer.

    Mi berba va a ciacia. - Mein Onkel geht auf die Jagd.

    Tu ves l plu gën cun la roda. - Du gehst am liebsten Fahrrad fahren.

    Y chëi de Gherdëina va duc cun i schi. - Und die Grödner gehen alle Schi fahren.

    Y Vo? Ulà jëis’a Vo l plu gën? - Und Sie? Wohin gehen Sie am liebsten?

    Chël me dijëis l iede che vën. - Das sagen Sie mir beim nächsten Mal.

    A nes audì. - Auf Wiederhören.

    Lektion 16

    Bon di tla lezion sëidesc. - Guten Tag in der 16. Lektion.

    Laurëis’a Vo dedite o dedora? - Arbeiten Sie im Haus oder im Freien?

    Sce laurëis dedora, pona laurëis sota uni tëmp. - Wenn Sie im Freien arbeiten, dann arbeiten Sie bei jedem Wetter.

    Das Wetter

  • Da bel tëmp. - Bei schönem Wetter.
  • Da bur’ tëmp. - Bei schlechtem Wetter.
  • Canche l dà surëdl. - Wenn die Sonne scheint.
  • Canche l pluev. - Wenn es regnet.
  • Y canche l nëiv. - Und wenn es schneit.
  • Y monce canche l tampesta. - Und sogar wenn es hagelt.

    Y ... ce tëmp iel pa ncuei? - Und ... wie ist das Wetter heute?

    Dal pa ncuei surëdl? - Scheint heute die Sonne?

    Iel pa ncuei frëit dedora? - Ist es heute kalt draußen?

    Pluevel pa? - Regnet es?

    O nëivel pa? - Oder schneit es?

    Canche l ie bel tëmp, vedi for a spaz. - Wenn das Wetter schön ist, gehe ich immer spazieren.

    L verb „jì“: - Das Verb „gehen“:

  • Ie vede - Ich gehe
  • Tu ves - Du gehst
  • Ël o ëila va - Er oder sie geht
  • Nëus jon - Wir gehen
  • Vo jëis - Ihr geht
  • Ëi o ëiles va - Sie gehen

    A s’udëi a duc. - Auf Wiedersehen an alle.

    Lektion 15

    Bona sëira. - Guten Abend.

    Ncuei rujenons de mestieres. - Heute sprechen wir über Berufe.

    Te cësadafuech ie l cuech o la cuega. - In der Küche ist der Koch oder die Köchin.

    A scola ie la maestra o l maester. - In der Schule ist die Lehrerin oder der Lehrer.

    La sculea y l sculé mpera. - Die Schülerin und der Schüler lernen.

    L scultëur zipla de gran sanc. - Der Bildhauer schnitzt große Heiligenfiguren.

    L tistler fej na bela mëisa. - Der Tischler macht einen schönen Tisch.

    Ce ert cunescions’a mo? - Welchen Beruf kennen wir noch?

    l dutor - der Doktor
    l muradëur der - Maurer
    l maester de schi - der Schilehrer
    l ost y la osta - der Wirt und die Wirtin
    l mëinacrëp - der Bergführer
    l diretëur - der Direktor
    l paur y la paura - der Bauer und die Bäuerin
    l buteghier y la buteghiera - der Verkäufer und die Verkäuferin

    Y ciun mestier ëis’a Vo? - Und welchen Beruf haben Sie?

    Sëis’a Vo povester calighé? - Sind Sie vielleicht Schuster?

    O beché? - Oder Metzger?

    O frisera? - Oder Friseurin?

    Ma per ncuei muessi inò Ve saludé. - Aber für heute muss ich mich wieder verabschieden.

    A tosc. - Bis bald.

    Lektion 14

    Bon di a duc canc. - Guten Tag allerseits.

    Nosta familia sta te na bela cësa. - Unsere Familie wohnt in einem schönen Haus.

    Tl prim partimënt ie - Im ersten Stockwerk ist: - a cësadafuech - die Küche

    - la stua - das Wohnzimmer
    - n chegadoi - eine Toilette
    - y l standegun - und das Schlafzimmer der Eltern.

    Tl segondo partimënt ie - Im zweiten Stockwerk sind:

    - la majons di mutons - die Schlafzimmer der Kinder - y n gran bani - und ein großes Badezimmer.

    - La cësa à mo na berstot, n sotët - Das Haus hat noch eine Werkstatt, einen

    - n ciulé, na garasc y n cuz per l cian - Dachboden, einen Keller, eine Garage und eine Hundehütte.

    - L’oma cujina te cësadafuech. - Die Mutter kocht in der Küche.

    - Giuana fej l duvier te stua. - Johanna macht die Hausaufgabe im Wohnzimmer.

    - L pere lëura te berstot. - Der Vater arbeitet in der Werkstatt.

    - L mut Iacun scota su mujiga te si majon. - Der Sohn Jakob hört in seinem Zimmer Musik.

    - Y ulà ie pa l pitl cian Podl? - Und wo ist der kleine Hund Laus?

    - Podl ie te si cuz. Ël fej tucia. - Laus ist in seiner Hundehütte und schläft.

    - A nes audì. - Auf Wiederhören.

    Lektion 13

    Bon di. - Guten Tag.

    Ncuei jons a crì la familia Moroder. - Heute besuchen wir die Familie Moroder.

    La familia Moroder va uni dumënia sa mont. - Die Familie Moroder geht jeden Sonntag auf die Alm.

    L’oma Trina njinia ca la pitla marënda. - Die Mutter Katharina bereitet die Jause vor.

    L pere Ujep porta l flucion. - Der Vater Joseph trägt den Rucksack.

    L mut à inuem Iacun. Ël porta la buandes. - Der Sohn heißt Jakob. Er trägt die Getränke.

    La sor Giuana tol pea si popa. - Die Schwester Johanna nimmt ihre Puppe mit.

    Y nce l pitl cian „Podl“ se ncunforta sun la jita. - Und auch der kleine Hund „Laus“ freut sich auf den Ausflug.

    La familia ie metuda adum da: - Die Familie ist so zusammen gesetzt:

  • L pere Ujep. - Der Vater Joseph.
  • L’oma Trina. - Die Mutter Katharina.
  • L mut Iacun. - Der Sohn Jakob.
  • La muta Giuana. - Die Tochter Johanna.
  • L pitl cian Podl. - Der kleine Hund Podl = Laus.

    Respuend drët per gherdëina: - Antworte richtig auf Grödnerisch:

    Ulà va pa la familia Moroder?
    La famila Moroder va ........ (sa mont).

    Can va pa la familia Moroder sa mont?
    La familia Moroder va ... (uni dumënia sa mont).

    Cie porta pa l pere Ujep?
    L pere Ujep porta ... (l flucion).

    Chi njinia pa ca la pitla marënda?
    La pitla marënda njinia ca ... (l’oma rina).

    Chi porta pa la buandes?
    La buandes porta ... (l mut Iacun).

    Y chësc ie inò dut per ncuei. - Und das ist wieder alles für heute.

    A tosc. - Bis bald.

    Lektion 12

    Bon di al pitl curs de gherdëina. - Guten Tag im kleinen Grödnerischkurs.

    Ce di dl’ena iel pa ncuei? - Welcher Wochentag ist heute?

    Iel pa ncuei lunesc? - Ist heute Montag?

    No.- Nein.

    Pona iel merdi? - Dann ist es Dienstag?

    Povester. - Vielleicht.

    Canche n fej zeche pona tolen - Wenn man etwas macht, verwendet man
    l verb “fé”. - das Verb “machen”.

  • Ie feje n viac. - Ich mache eine Reise.
  • Tu fejes ti lëur. - Du machst deine Arbeit.
  • Ël o ëila fej dl dut. - Er oder sie machen allerhand.
  • Nëus fajon festa. - Wir machen (feiern) ein Fest.
  • Vo fajëis pitla marënda. - Ihr macht eine Jause (Halbmittag).
  • Ëi o ëiles fej for pea dut. - Sie machen immer alles mit.

    Tl gherdëina messons for mëter averda ala nverscion dl soget cun l predicat. Avisa coche tl tudësch!
    Im Grödnerischen müssen wir immer auf die Inversion des Subjekts mit dem Predikat achten. Genau wie im Deutschen!

    Ie feje mi duvier. - Ich mache meine Aufgabe.
    Ncuei feji (fej+ie) mi duvier. - Heute mache ich meine Aufgabe.

    Nëus fajon dut drët. - Wir machen alles richtig.
    Chëst iede fajons (fajon+nëus) dut drët. - Dieses Mal machen wir alles richtig.

    Y Vo? Cie fajëis’a Vo? - Und Sie? Was machen Sie?

    Ma cun l verb “fé” ons inò mparà assé. - Doch mit dem Verb “machen” haben wir wieder genug gelernt.

    Lektion 11

    Bon di a duc canc. - Guten Tag an alle.

    Co vala pa ncuei? - Wie geht es heute?

    Drët bona. De gra. - Sehr gut. Danke.

    O vala pa stleta? - Oder geht es schlecht.

    Ie spere bën de no. - Ich hoffe doch nicht.

    Ncuei mparons i dis dl’ena. - Heute lernen wir die Wochentage.

    Cie ëis’a Vo fat n lunesc? - Was haben Sie am Montag gemacht?

    Y n merdi? - Und am Dienstag?

    Cie fajëis’a Vo n dumënia che vën? - Was machen Sie nächsten Sonntag?

    Ie lëure duta l’ena! - Ich arbeite die ganze Woche!

    Da lunesc nchina n vënderdi. - Von Montag bis Freitag.

    De sada y de dumënia paussi. - Samstags und Sonntags ruhe ich mich aus.

    N’ena à set dis. - Eine Woche hat sieben Tage.

    I dis dl’ena: - Die Wochentage:

  • lunesc - Montag
  • merdi - Dienstag
  • mierculdi - Mittwoch
  • juebia - Donnerstag
  • vënderdi - Freitag
  • sada - Samstag
  • y dumënia - und Sonntag

    Y cun i dis dl’ena Ve saludi. - Und mit den Wochentagen grüße ich sie.

    A tosc inò tlo pra l pitl curs de gehrdëina. - Auf bald, hier beim kleinen Grödnerischkurs.

    Lektion 10

    Bon di - Guten Tag

    Co vala pa ncuei? - Wie geht es heute?

    Bona. De gra. - Gut. Danke.

    Stleta. - Schlecht.

    Ciuldì me vala pa tan stleta? - Warum geht es mir so schlecht?

    Ajache son amaleda. - Weil ich krank bin.

    Ie son cuntënta. - Ich bin zufrieden.

    Ciuldì sons’a tan cuntënta? - Warum bin ich so zufrieden?

    Ajache é venciù n pest. - Weil ich einen Preis gewonnen habe.

    Ie sté ert. - Ich fühle mich unwohl.

    Ie me n sté bën. - Ich fühle mich wohl.

    Ie son stancia. - Ich bin müde.

    Ciuldì sons’a tan stancia? - Warum bin ich so müde?

    Ajache lëure de massa. - Weil ich zu viel arbeite.

    Y co vala pa a Vo? - Und wie geht es Ihnen?

    Speron bona. - Hoffentlich gut.

    Chësc fova inò dut per ncuei. - Das war wieder alles für heute.

    De gra a duc y a tosc. - Danke an alle und bis bald.

    Lektion 9

    Bon domesdi. - Guten Nachmittag.

    L ultim iede ons mparà l verb „vester“. - Das letzte Mal haben wir das Verb „sein“ gelernt.

    Ve lecurdëis’a mo? - Erinnern Sie sich noch?

    Ncuei mparons l verb - Heute lernen wir das Verb

    “avëi”. - “haben”.

    Ie é n giat. - Ich habe eine Katze. <

    Tu es n cian. - Du hast einen Hund.

    Ël o ëila à na cësa. - Er oder sie hat ein Haus.

    Per gherdëina dijen: avëi n inuem! - Auf Grödnerisch sagt man: einen Namen haben.

    Ie é inuem Rut - Das heißt wörtlich: ich habe den Namen Rut: Also: Ich heiße Rut.

    Y Vo? Co ëis’a Vo inuem? - Und Sie? Wie heißen Sie?

    Ie é inuem R. B. - Ie é inuem ...................

    Nëus on n bel verzon. - Wir haben einen schönen Garten.
    Vo ëis for tëma. - Ihr habt immer Angst.
    Ëi o ëiles à rejon. - Sie haben recht.

    Ëis’a chësc ntendù? - Haben Sie das verstanden? Dessegur. - Sicherlich.

    Perchël ons bele inò mparà assé - Deshalb haben wir für heute schon per ncuei. wieder genug gelernt.

    A tosc. - Bis bald.

    Lektion 8

    Bon di inò a duc canc. - Guten Tag wieder allerseits.

    Co vala pa? - Wie geht’s?

    Sën savons bele da saludé per ladin, no pa? - Nun können wir schon auf Ladinisch grüßen, nicht wahr?

    Ma ncuei ulons mparé l verb “vester” . - Doch heute wollen wir das Verb “sein” lernen.

  • Ie son de Gherdëina. - Ich bin aus Gröden.
  • Tu ies de Bulsan. - Du bist aus Bozen.
  • Ël o ëila ie de Maran. - Er oder sie ist aus Meran.

    Y canche son deplù persones: - Und wenn wir mehr Leute sind:

  • Nëus son granc. - Wir sind groß.
  • Vo sëis valënc. - Ihr seid brav.
  • Ëi o ëiles ie da rì. - Sie sind lustig.

    Tl gherdëina ie la 3. persona tl singuler y la 3. persona tl plurel for medema.- Im Grödnerischen ist die 3. Person im Singular und die 3. Person im Plural immer gleich!

    For IE. - Immer IE für ist und sind.

    Tl gherdëina messons pra l verb „vester“ fé la cuncurdanza aldò dla slata.- Im Grödnerischen müssen wir je nach Geschlecht die Übereinstimmung machen. Im Deutschen nicht!

    Maria ie lezitënta. - Maria ist fleißig.

    Piere ie lezitënt. - Peter ist fleißig.

    I mutons ie pitli. - Die Buben sind klein.

    La mutans ie pitles. - Die Mädchen sind klein.

    A nes audì. - Auf Wiederhören.

    Lektion 7

    Nscila saluden per ladin. - So grüßt man auf Ladinisch.

    Bon di a duc canc. - Guten Tag allerseits.

    O nce nscila: - Oder auch so:

    Te salude. - Ich grüße Dich.
    Co vala pa? - Wie geht’s?

    La resposta: - Die Antwort:

    Bona, de gra. - Gut, danke.
    Stleta. - Schlecht.
    La va bën. - Es geht so.

    Mo d’autri saluc: - Weitere Grüße:

    Bon domesdi - Guten Nachmittag
    Bona sëira - Guten Abend
    Bona nuet - Gute Nacht
    A s’ udëi - Auf Wiedersehen
    A nes audì - Auf Wiederhören
    Bon viac - Gute Reise
    Bon apetit - Mahlzeit
    De gra - Danke
    De nia - Bitte

    Chësc ie inò assé per ncuei. - Das ist wieder genug für heute.
    Al iede che vën. - Bis zum nächsten Mal.

    Lektion 6

    Nce chisc fomens lijons coche l talian: - Auch diese Phoneme lesen wir wie im Italienischen:

    ghe- (gə): Wie das italienische „ghe“ in „ghetta“ (Gamasche), doch mit dem -ë- (∂) Laut.
    Gherdëina (Gröden); ghernea (Besen)

    ghi- (gi) : Wie das italienische „ghi“ in „ghiaccio“ (Eis). ghiel (gelb)

    ge- (djə) : Wie das italienische „ge“ in „gelato“ (Speiseeis), doch mit dem -ë- (∂) Laut.
    gën (gern); gëjer (liegen)

    gia- (dja) : Wie das italienische „gia“ in „giardino“ (Garten)
    giat (Katze); giama (Bein)

    giu- (dju) : Wie das italienische „gi“ in „giugno“ (Juni)
    giut (lange)

    Y dal tudësch nes ons mprestà ora l –h-: - Und vom Deutschen haben wir uns das –h- ausgeliehen:

    h (h) Wie das deutsche „h-„ in „Hotel“.
    hotel (Hotel); hangerle (Geschirrtuch)

    h (X) : Wie ein gekratztes –r-.
    rehl (Reh); zoh (Grobian)

    Y sën sons boni de liejer dut per gherdëina, no pa? - Und nun können wir alles auf Grödnerisch lesen, nicht wahr?

    Bon devertimënt. - Viel Spaß.

    Lektion 5

    Da 50 ani incà scrijons chisc fonem ala maniera neolatina: - Seit 50 Jahren schreiben wir diese Phoneme auf neolateinische Weise:

    Da liejer coche l talian: - Wie das Italienische zu lesen:

    che (ke); chi (ki): Wie das italienische „che“ und „chi-„ in „che cosa“ (was) und „chiesa“ (Kirche).
    cheder (Bild); chidladoia (Kegelbahn)

    ce- (tschə): Wie das italienischen „ce“ in „cesta“ (Korb), doch mit dem -ë- (∂) Laut.
    cërn (Fleisch); cëir (Kerze)

    ci- (tschi) + cuns.: Wie das italienische „ci-„ in „cibo“ (Speise).
    ciblons (Schnittlauch); cinch (fünf)

    cia- (tscha) : Wie das italienische „cia-„ in „ciambella“
    (Brezel). ciaval (Pferd); ciacia (Jagd)

    cio- (tscho): Wie das italienische „cio-„ in „cioccolata“ (Schokolade).
    ciol (Gürtel); ciola (Zwiebel)

    ciu- (tschu): Wie das italienische „ciu-„ in „ciuffo“ (Schopf).
    ciulé (Keller); ciuch (Baumstrunk)

    A nes audì tla lezion che vën do. - Auf Wiederhören in der nächsten Lektion.

    Lektion 4

    Nce ncuei mparons mo n iede l cunsonant –s-
    Auch heute lernen wir nochmals den Konsonanten –s

    Stimmloses –s-

    -ss- (s)
    Wie das deutsche stimmlose „–s-„ in „Messe“ und „sauber“
    cossa (Sache); fossa (Grab); sëira (Abend)

    Stimmhaftes –s-

    -s- (ź)
    Wie das deutsche stimmhafte „–s-„ in „Rose“
    cësa (Haus); lasa (Glatze)

    ś- (ź) - am Wortbeginn
    Wie das deutsche stimmhafte „s-“ im Niederdeutschen „Sonntag“ oder „Sonne“
    śën (jetzt); śolba (Salbe)

    L ladin à doi –n-.
    Das Ladinische hat zwei –n-.

    -n (ŋ) - am Wortende
    Wie das velare „–n„ in „Camping“
    malan (Teufel); ladin (ladinisch)

    -nn (n) - am Wortende

    Wie das dentale „–n„ in „Korn“
    ann (Jahr); jëunn (jung)

    Y śën sons tosc boni de liejer dut drët per gherdëina
    Und jetzt können wir auf Grödnerisch bald alles richtig lesen.

    A s’udëi Auf Wiedersehen.

    Lektion 3

    Ncuei mparons coche n liej chisc fonems - Heute lernen wir, wie man diese Phoneme liest:

    S + Konsonant wird auch als „sch“ ausgesprochen

    sc - (šk): Wie das deutsche „sch + k“.
    scola (Schule); scur (dunkel)

    st - (št): Wie das deutsche „sch + t“ in „Stuhl“.
    stlet (schlecht); stivel (Stiefel)

    sp - (šp): Wie das deutsche „sch + p“ in „Spaten“.
    speve (schüchtern); ciaspa (Schneeschuh)

    -sch - (šk):
    bosch (Wald); fosch (schwarz)

    Stimmhaftes s- vor Vokal

    j - (ž): Wie das französische „-j-“ in „jeune“ (jung).
    jëuf (Joch); Urtijëi (St. Ulrich)

    Stimmhaftes s- vor Konsonant

    Wie das französische „-j-“ in „jambon“ (Schinken). s- - (ž):
    sbeter (Pullover); snech (Schnecke)

    Chësc ie inò assé per ncuei - Das ist wieder genug für heute.

    A tosc - Bis bald .

    Lektion 2

    Co liejen pa drët gherdëina? – Wie liest man richtig Grödnerisch?

    -ë- (∂): -ë- ist ein Laut zwischen „a“ und „e“.
    cësa (Haus); mëisa (Tisch)

    -ch (k): Wie das deutsche „–k“ in „stark“.
    Saslonch (Langkofel); stanch (müde)

    -c (tsch): Wie das deutsche „-tsch“ in „Tscheche“.
    duc (alle); fonc (Pilze)

    -sc (sch): Wie das deutsche „-sch“ in „falsch“.
    busc (Loch); tosc (bald)

    -sć (štš): Wie das deutsche „-sch + tsch“.
    sg. fust > pl. fusć (Stock > Stöcke); sg. artist > pl. artisć (Künstler)

    Per ncuei mé 5 fomens. – Für heute nur 5 Phoneme.

    I autri mparons tla lezion 3. – Die anderen lernen wir in der 3. Lektion.

    A s’udëi. – Auf Wiedersehen.

    Lektion 1

    Bon di. – Guten Tag.

    Ie é inuem Rut Bernardi. – Ich heiße Rut Bernardi.

    Ie son de Gherdёina. – Ich bin aus Gröden.

    Perchёl mparons gerdёina. – Deshalb lernen wird Grödnerisch.

    Ciuldí pa? – Wieso?

    Iel pa mo d’autri idioms ladins? – Gibt es noch andere ladinische Idiome?

    Sci: mareo, fascian, fodom, ampezan y ladin dolomitan. – Ja: Gadertalerisch, Ennebergisch, Buchensteinisch, Ampezzanisch und die ladinische Einheitssprache heißt ladin dolomitan.

    Ce sotsёura. – So ein Durcheinander.

    Perchёl iel assé per ncuei. – Deshalb ist es genug für heute.

    A tosc. – Bis bald.

    Dienstag, 05. August 2008




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